Renaturierung geht weiter: Verse wird immer schöner

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Vorarbeiter Burkhard Mai sitzt im Bagger und hinterfüttert die neuen Ufersteine mit Kies. Die großen Ufersteine werden an das Verseufer neben der Hauptstraße gekippt, von dort holt sich der Bagger die Steine auf die andere Seite. 

Werdohl - Schon vergangenen Oktober hatte der Wasserbauspezialist Peter Erwig von der Stadt erstmals die neueste Renaturierungsmaßnahme der Verse vorgestellt, in diesen Tagen wird sie umgesetzt.

Das Ufer unterhalb des katholischen Kindergartens St. Bonifatius in Eveking an der Kirchstraße ist kaum noch wiederzuerkennen – die Verse wird immer schöner. 

Seit Jahren wird die Verserenaturierung durch Mittel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorangetrieben. Die naturnahe Umgestaltung des Flusses gelang bereits in Versevörde, Altenmühle, im Bereich des ehemaligen Ledigenwohnheims und in der Borbecke. Jetzt ist ein etwa 100 Meter langer Abschnitt neben dem katholischen Kindergarten St. Bonifatius an der Kirchstraße an der Reihe. 207 000 Euro kostet die Maßnahme, die Stadt muss davon nur zehn Prozent selbst finanzieren. 

Bauunternehmen hat auch Westpark gestaltet

Die Ausschreibung hatte das Bauunternehmen Sauer und Sommer aus Meschede-Wennemenn gewonnen. Die Firma hatte auch schon den Westpark gestaltet. 

Links im Bild ist das Gebäude des Kindergartens St. Bonifatius zu sehen, vorn im Bild sind die Reste der maroden Stützmauer zu erkennen. Die Kinder können später über die abgeflachte Böschung zur Verse.

Am 23. Juli hatten Vorarbeiter Burkhard Mai und Kollegen mit der Umgestaltung begonnen. Ein paar Bäume und jede Menge Buschwerk ist verschwunden. Auf der Seite des Kindergartens ist der größte Teil der maroden Stützmauer abgerissen worden. Auf der Seite zur Hauptstraße sind Tonnen von Grauwacke aus dem Steinbruch Kleinhammer abgekippt, die dort aber nur zwischengelagert sind. 

Brücke steht unter Denkmalschutz

Weil die kleine Versebrücke unter Denkmalschutz steht, darf darüber kein Schwerlastverkehr fahren. Burkhard Mai greift mit dem Baggerarm über den Fluss und setzt die Steine zu einer neuen Uferbegrenzung auf. Dahinter wird Kies verfüllt und die nächste Reihe versetzt aufgestellt. Im Bereich der Pizzeria soll noch ein Flusszugang geschaffen werden – wo genau, entscheiden die Bauarbeiter nach den Geländegegebenheiten. 

Die Pflasterung zum Kindergarten wird zum Abschluss der Arbeiten wieder hergestellt. Mit noch knapp vier Wochen Bauzeit ist zu rechnen. Neu angepflanzt wird erst im Spätherbst.

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