Straßen verformen sich bei Hitze

Rekordhitze: Diese Maßnahme kühlt Straßen - und beschädigt Autos

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Salzwasser soll Straßen-Asphalt kühlen

Werdohl - Salzlake zur Abkühlung der Straßenoberfläche im Hochsommer? Das klingt ziemlich seltsam, ist aber für Uwe Bettelhäuser vom städtischen Baubetriebshof kein neues Thema. Er erklärt, was dahinter steckt.

Salzlake als Methode zur Abkühlung der Straßenoberfläche im Hochsommer ist Uwe Bettelhäuser vom städtischen Baubetriebshof durchaus bekannt, bei seinem früheren Arbeitgeber StraßenNRW habe er die Salzlakenkühlung auch schon angewandt. 

Sehr schnell habe man damals wieder davon abgesehen. „Anschließend mussten wir ziemlich viele Autos polieren lassen“, erinnert sich Bettelhäuser. Bei der Hitze reagiere Salzlake auf Autolack ganz besonders aggressiv. Auf Werdohler Straßen werde jedenfalls kein Salz bei Hitze versprüht. Vor ein paar Jahren habe es mit dem Bitumenanteil einer Fahrbahnoberfläche Hitzeprobleme und Aufweichungen gegeben.

Bettelhäuser: „Damals haben wir Sand auf die Straße gebracht, das hat auch geholfen.“ Nicht nur in Holland, sondern auch in manchen Städten in NRW ist der Salzlakeneinsatz ein Thema. In Castrop-Rauxel gibt es einen Teilbereich einer „Problemstraße“, der mit Salzlake besprüht wird.

In Recklinghausen hat man das ebenfalls ausprobiert. Das Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft über der Straße, das Wasser kühlt den Belag. Der Bitumenanteil – ein Erdölraffinat – wird bei großer Hitze weich und kann sich verformen, etwa durch Spurrinnen.

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