Reißender Absatz: Mehr als 200 Bäume

Der letzte Baum: Die Pfadfinder sind glücklich, aber auch geschafft. 2012 war das bisherige Rekordjahr.

WERDOHL ▪ Ausverkauft: Am Samstagvormittag, gerade einmal 11 Uhr, ging nichts mehr. Die Pfadfinder waren blank. Nur noch ein Baum, recht unansehlich, lag da. So konnte der Bauwagen dann auch abgefahren werden. Schließlich musste sich niemand mehr darin aufwärmen. In all den Vorjahren blieb der Wagen stets bis ins neue Jahr hinein stehen. Von Michael Koll

Zeit für ein Päuschen blieb den gut 20 Pfadfindern der St.-Michael-Gemeinde dieses Jahr indes so gut wie nie. Langeweile kam vor allen Dingen nicht am Samstag, 15. Dezember, auf. Da verkauften sie an einem Tag 105 Weihnachtsbäume. Die Kunden kamen einer nach dem anderen. Und auf Wunsch wurden die Bäume auch ausgeliefert, zwei Exemplare gingen so sogar nach Neuenrade.

In den Vorjahren gingen stets rund 160 Nadelhölzer weg. Dieses Mal waren es mehr als 200. Als es dann am 22. Dezember „nichts geht mehr“ hieß, war auch klar: Nachschub wird keiner mehr geholt.

Lieferanten für die Pfadfinderbäume sind übrigens seit jeher zwei Baumzüchter aus Plettenberg und aus dem Hochsauerlandkreis. Der Trend bei der Kundschaft geht eindeutig in Richtung Nordmanntanne. Von den mehr als 200 verkauften Christbäumen waren gerade einmal gut 40 Blaufichten, der Rest waren die nicht pieksenden Nordmanntannen.

Seit 13 Jahren verkaufen die Pfadfinder in der Adventszeit Bäume. Und auch vor dem kommenden Fest soll das wieder so sein. Dann, so überlegen die Verantwortlichen, holen sie möglicherweise von vornherein 250 Tannen. Schließlich könnte die Nachfrage erneut ansteigen.

In diesem Jahr hatten die Pfadfinder ihren Verkaufsstand erstmals nicht auf dem Pfarrer-Hardebusch-Platz aufgebaut, sondern oberhalb vor dem Kleinen Pfarrsaal. Das habe sich bewährt – und bleibe wohl auch so.

Geblieben sind auch die Preise. Ein Weihnachtsbaum 2012 war nicht teurer als 2011. Das Geld, welches die Pfadfinder eingenommen haben, geht übrigens an die Rover und die Pfadis; für die Gruppenarbeit. Darüber hinaus wird der Bulli damit finanziert und gegebenenfalls auch einmal ein neues Fahrzeug angeschafft.

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