Reisebus sofort stillgelegt

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Bordstein statt Strand. Mit sechs Stunden Verspätung starteten die Schüler auf ihre Klassenfahrt. ▪

WERDOHL ▪ So hatten sich die Gesamtschüler den Tag nicht vorgestellt. Pünktlich um 8 Uhr sollte es gestern mit dem Bus nach Büsum an die Nordsee gehen. Die erste große Klassenfahrt stand an. Die Koffer gepackt und voller Vorfreude trafen sich die Siebtklässler an der Schule. Doch von Freude war recht bald nur noch wenig zu spüren.

Mit Spannung wurde das Eintreffen des Reisebusses erwartet, taktisch günstige Plätze erkämpft, um möglichst weit hinten einen Platz zu bekommen. Doch dann Ernüchterung: Der Bus eines Unternehmens aus Lengerich war alles andere als modern, sicher und komfortabel. Die Polizei zog den weißen Reisebus sofort aus dem Verkehr.

„Der Bus hatte ganz offensichtliche Mängel. Als Lehrer schauen wir uns vor der Abfahrt den Bus immer grob an. Wenn selbst uns als Laien so etwas auffällt ist Vorsicht geboten. Daher haben wir sofort die Polizei hinzu gerufen“, berichtet Stufenkoordinator Sven Stocks. Die Beamten des Lüdenscheider Verkehrsdienstes begleiteten den Bus zum Tüv nach Plettenberg-Teindeln. Der Prüfbericht stellte sich als noch schockierender als erwartet heraus: Die Reifen waren abgefahren, das Lenkgestänge ausgeschlagen und Rahmenteile durchgerostet. Zudem hatte der Fahrer keinen Führerschein dabei und auch die Bescheinigung über die Lenk- und Ruhezeiten fehlte. Der Bus wurde somit sofort stillgelegt. Dem Fahrer und der Halterin des Busses erwartet ein Bußgeldverfahren.

Die Schüler nahmen's mit Humor. Sie wurden in der Schulmensa versorgt und unterhalten. Der Ersatzbus des Unternehmens traf erst am frühen Nachmittag ein.

Lydia Machelett

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