Regionale-Projekt erhält zweiten Stern

Der Uferbereich soll zum Westpark umgestaltet werden. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Das Regionale-Projekt Lenneschiene hat gestern den zweiten Stern erhalten. Der Regionale-Ausschuss ebnet mit seiner Verleihung den Weg für eine Umsetzung der Maßnahmen, an denen insgesamt acht Kommunen beteiligt sind. In Werdohl sind die Stichworte Westpark, Aussichtspunkt Remmelshagen, Bahnhofsumfeldplanung, Lenneuferpromenade sowie Rampe für Radler auf der Lenneroute.

Die Verleihung des zweiten Sterns sorgte gestern bei den beiden heimischen Projektbeauftragten, Rainer Gumz und Wilfried Arlt, für Freude. Damit könne der nächste Schritt gemacht werden. „Jetzt geht es darum, das ganze Projekt zu konkretisieren.“ Schließlich kennt Gumz die anfänglichen Vorbehalte oder sogar eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber der Regionale 2013 in Südwestfalen. Besonders zu Beginn des Verfahrens sei es eine „ganz abstrakte Geschichte“. Aber es werde sich konkretisieren.

Hierzu soll es neben den beiden Arbeitskreisen, die mit den involvierten Lennekommunen Altena, Finnentrop, Iserlohn-Letmathe, Lennestadt, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg, Schmallenberg und eben Werdohl für die Bereiche Lenneroute und Wasserwirtschaft anstehen, weitere Treffen geben. Dann würden Schlussfolgerungen aus dem zweiten Regionale-Stern gezogen. Gumz: „Die Termine wird es kurzfristig geben.“ Dabei soll auch geklärt werden, ob die beiden bislang mit dem Projekt Lenneschiene beauftragten Büros WGF aus Nürnberg und BAS aus Weimar Ideen voran bringen.

Zuletzt hatte Christian Moczala vom Architekturbüro BAS Ende Januar im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung das Projekt Lenneschiene in Werdohl mit Leben gefüllt. Hier war von einem Westpark und von Lenneterrassen am Vier Jahreszeiten, von einem Ostpark und vom Panoramablick Remmelshagen, von einer Lennefontaine und von der Funkenbastion die Rede (wir berichteten).

Im Rathaus rechnet der Projektbeauftragte aktuell noch mit Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Wie hoch der Anteil der Zuschüsse für eine Umsetzung der Ideen ist, kann Gumz noch nicht sagen. „Es ist die Frage, welcher Prozentsatz bei uns angesetzt wird.“ Klar sei, dass eine Maßnahme wie die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes ergänzend zum Stadtumbau West laufen würden, der Aussichtspunkt Remmelshagen oder auch die Rampe für Radler an der Vorthbrücke stünden hingegen für sich. Um auch mehr Begeisterung bei den Bürgern zu wecken, soll es bis zur möglichen Verleihung des dritten Sterns eine Bürgerversammlung geben. „Da machen wir uns Gedanken zu, wie man sich präsentiert.“

Apropos dritter Stern: Wie schnell dieser ergattert werden kann, müsse erst mit allen Kommunen und den Projektbüros besprochen werden. „Ich denke, man peilt an, ihn im Herbst zu bekommen.“ Wenn der Regionale-Ausschuss dann wiederum einen Stern für die Lenneschiene verleiht, würde nicht nur Flusswasser durch die Städte fließen, sondern auch Geld in die Säckel – und damit eine Umsetzung der Ideen bezuschussen. ▪ Marco Fraune

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