Regionale 2015: Fördermittel auf der Kippe?

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Hoffen weiterhin auf eine Millionenförderung aus Brüssel: Peter Liese (links) und Hubertus Winterberg.

Werdohl - Die Macher der Regionale 2025 für die Region Südwestfalen fürchten um Fördermittel aus Brüssel in Millionenhöhe. Denn für die nächste Regionale wird zurzeit heftig über die zukünftigen Finanzen der Europäischen Union gestritten.

Durch den Brexit und neue Prioritäten wie Grenzsicherung und Fluchtursachenbekämpfung könnten die Mittel knapp werden. Die Bundeskanzlerin hat diesbezüglich am Donnerstag, 22. Februar, in ihrer Regierungserklärung gefordert, dass die EU-Strukturfonds weiterhin allen Regionen zukommen sollten. 

„Wir müssen alles tun damit auch die Regionale 2025 mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt wird.“ Dies war das gemeinsame Fazit eines Gesprächs des südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und der Geschäftsführung der Südwestfalen Agentur GmbH mit Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens in Olpe. 

„Die Regionale 2013 hat unsere Region durch viele innovative Projekte nach vorne gebracht. Dies war nur möglich, weil auch 30 Millionen Euro aus Mitteln der europäischen Wirtschaftsförderung in die Projekte geflossen sind“, werden Liese und Winterberg in einer gemeinsamen Pressemitteilung zitiert. Im Rahmen der ersten Regionale 2013 sind in Werdohl unter anderem die Lenneterrassen entstanden und der Brüninghaus-Platz wurde saniert. 

Alle Ausgaben auf dem Prüfstand

Aktuell stünden alle Ausgaben auf dem Prüfstand. „Natürlich müssen wir auch bei den bisherigen Aufgaben sparen, wenn es neue Herausforderungen gibt. Aber die Förderung innovativer Projekte in ganz Europa, das heißt auch bei uns in Südwestfalen, muss weiter möglich sein. Dies ist eine rote Linie für das Europäische Parlament bei den Auseinandersetzungen über den zukünftigen Finanzrahmen“, sagt Liese. 

Die neue Regionale steht unter der Überschrift „Digital. Nachhaltig. Authentisch. Die Südwestfalen-DNA“. Hubertus Winterberg erläuterte dem heimischen Abgeordneten erste Projektideen. So soll zum Beispiel unter der Zielsetzung „Digitales Zentrum Südwestfalen“ eine Kompetenzlandschaft entstehen, in der unterschiedliche Unternehmen mit Hochschulen, Start-ups und Bildungseinrichtungen gemeinsam ihre Fähigkeiten bündeln und ausbauen. „Die Idee, die Digitalisierung in den Vordergrund zu stellen, unterstütze ich sehr. Sie ist elementar für die Zukunft unserer Region und zwar nicht nur aus wirtschaftlichen Aspekten“, sagt Liese. 

Treffen der Regionale-Kommunen

Vertreter der Regionale-Kommunen im Lennetal saßen auch wegen dieser neuen Entwicklungen am Freitag zusammen und besprachen das weitere Vorgehen. Das erklärte die Werdohler Bürgermeisterin Silvia Voßloh auf Anfrage. Die Stadtverwaltung wird sich zur drohenden Kürzung der Fördermittel allerdings erst in der kommenden Woche äußern.

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