Regionale 2013: EU steckt nicht überall drin

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Der Bau des Westparks ist eines der Projekte, das im Rahmen der Regionale 2013 realisiert wird. Geld von der Europäischen Union gibt es dafür allerdings nicht.

Werdohl - Wo Europäische Union (EU) drauf steht, steckt längst nicht immer auch Europäische Union drin. Das gilt zumindest für die Projekte der Regionale 2013 in Werdohl und die damit verbundenen Fördermittel.

„Unsere Projekte wurden allesamt durch Mittel aus Städtebau-Fördertöpfen von Bund und Land unterstützt“, hatte Werdohls Stadtplanerin Kathrin Hartwig in der vergangenen Woche in der Diskussion um die eventuell deutlich geringer ausfallenden Fördermittel der EU für die zweite Regionale (2025) in der Region Südwestfalen auf Anfrage unserer Zeitung gesagt

30 Millionen fließen ins Sauerland 

Von den rund 30 Millionen Euro, die aus dem Topf der europäischen Wirtschaftsförderung ins Sauerland flossen, stecke kein Euro in Großprojekten wie dem Bau der Lenneterrassen, des Westparks oder der Sanierung des Brüninghaus-Platzes. 

Wer in der Vergangenheit allerdings mit offenen Augen durch die Stadt gelaufen ist, dürfte nach dieser Aussage zumindest stutzig werden, wenn er sich beispielsweise an das mittlerweile abgebaute Hinweisschild an der Westpark-Baustelle erinnert. Auf dem Baustellenschild prangten nämlich nicht nur die Logos der Regionale 2013 sowie des Bundes- und Landesministeriums für Bauen, Wohnen und Verkehr, sondern auch die Fahne der Europäischen Union, die für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung werben soll. 

„Betrachtete man dieses Schild, konnte tatsächlich der Eindruck entstehen, dass im Westpark auch mit finanzieller Unterstützung der EU gebaut wird“, sagt Hartwig. Dies sei jedoch nicht der Fall. Stattdessen habe die Region Südwestfalen für die vielfältigen Projekte der Regionale 2013 eine bestimmte Fördersumme aus Brüssel erhalten. „Die zu diesem Fördertopf passenden Projekte sind damit unterstützt worden, für sich werben darf die EU aber mit allen Regionale-Projekten“, erklärt Hartwig. Ebenso verhalte es sich mit den zuständigen Ministerien des Bundes und Landes. 

Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 

Die Bauarbeiten für den Westpark hatten im vergangenen Herbst begonnen, waren nach einem zügigen Start zuletzt witterungsbedingt etwas ins Stocken geraten. Abgeschlossen sein soll das in der Bevölkerung lange umstrittene Projekt im Frühjahr, so dass der neue Park in der wärmeren Jahreszeit genutzt werden könnte.

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