Realschule: Tränen beim Abschied

Merwan Ali, Bernd Bunge, Julia Aleksandrow, Dirk Middendorf, Malin Dinter, Dirk Babucke, Mandy Stöcker (von links).

WERDOHL ▪ So unauffällig wie möglich wischten sich einige Jungen und Mädchen die Tränen aus dem Gesicht. Es war eine ergreifende Feierstunde in der die insgesamt 70 Realschüler am Freitag ihre Zeugnisse in Empfang nahmen.

Von Jana Peuckert

Angelehnt an den tags zuvor von den Abgängern veranstalteten Schulsturm in Form eines Indianerangriffs, eröffnete das Schulorchester gemeinsam mit der Bläserklasse die Festlichkeiten mit dem Titellied zu „Der Schuh des Manitu“.

Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf begrüßte die Schüler mit einem Zitat aus Goethes „Faust“: „Was man Schwarz auf Weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“ Damit spielte er auf die Zeugnisse an, die ein Zeichen der großen Leistung seien, die die Schüler in ihrer Schulzeit erbracht hätten. „Mit ihnen tretet Ihr in die Reihe der Sieger 2012 ein“, erklärte Middendorf. Nach zehn Jahren sei nun Sendeschluss und gleichzeitig der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Jetzt stünden die Schüler an einer entscheidenden Wende ihres Lebens. Das Zeugnis sei wie ein Schlüssel, das viele Türen öffne. Der Stellvertretende Bürgermeister führte den Schülern vor Augen, dass sie derzeit gute Chancen hätten: „Mal ins Ausland zu gehen ist einfacher denn je. In vielen Branchen fehlen Fachkräfte. Nicht nur in Werdohl.“

Volker Oßenberg von der Elternpflegschaft fasste die Schulzeit der Abgänger kurz in Zahlen Zusammen: „Ihr habt 240 Wochen, 1200 Tage und 6000 Stunden hier verbracht.“

Schulleiter Bernd Bunge nutzte die Gelegenheit, die Fairness der Schüler untereinander zu loben und sprach zudem deren künstlerische Talente an: „Es gibt einige Schauspieler in Euren Reihen, die auf der Bühne, und manchmal auch bei mir im Büro, ihr Bestes gegeben haben (lautes Lachen schallt durch den Saal). Ihr seid immer fair miteinander umgegangen.“ Bunge zeigte sich stolz, dass alle Schüler einen Abschluss geschafft haben. 46 erreichten die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, 23 die Fachoberschulreife und ein Abgänger den Hauptschulabschluss. 34 Schüler wollen nun in die gymnasiale Oberstufe wechseln. 23 planen einen Übergang zur Fachoberschule. Für zwölf Schüler geht es in eine Berufsausbildung und für eine Schülerin in ein soziales Jahr.

Emotional wurde es am Freitag schließlich, als sich die Feierstunde dem Ende näherte. Tränen flossen unter anderem bei den Worten von Thorsten Leppert, der zum einen als Leiter des Schulorchesters nun einen Teil seiner Besetzung verliert und zum anderen als Klassenlehrer der 10a von seinem „A-Team“ Abschied nehmen musste. Auch seinen Kollegen Friedrich Brune, Lehrer der 10b, und Christiane Lindner, Klassenleiterin der 10c, fiel der Abschied von ihren Schützlingen nicht leicht. Für Gänsehaut sorgte Duygu Gönel schließlich mit dem Titel „One moment in time“. Als Beste ihres Jahrgangs wurden Merwan Ali, Malin Dinter, Mandy Stöcker und Julia Aleksandrow geehrt.

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