Razzia in Werdohler Shisha-Bar

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Zoll, Ordnungsamt und Polizei haben am Mittwochabend die Shisha-Bar an der Neustadtstraße untersucht. Über das Ergebnis der Razzia gab der Zoll bislang noch keine Auskunft.

Werdohl - Zoll und Ordnungsamt haben am Mittwochabend mit Unterstützung der Polizei die Shisha-Bar an der Neustadtstraße in Werdohl durchsucht. Die Razzia war offenbar Bestandteil des landesweiten Vorgehens gegen Clankriminalität.

Einsatzkräfte des Hauptzollamts Dortmund, des Ordnungsamts der Stadt Werdohl und der Polizei sind am Mittwochabend kurz nach 20 Uhr vor der erst vor fünf Monaten eröffneten Shisha-Bar an der Neustadtstraße zusammengetroffen.

Nach übereinstimmender Auskunft von Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel und Zoll-Pressesprecher Lukas Kraska hat es sich bei der anschließenden Durchsuchung der Räume um eine anlassunabhängige Kontrolle gehandelt. Kraska ergänzte jedoch, dass das Innenministerium derzeit einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von Shisha-Bars lege.

Shisha-Bars landesweit im Visier

Seit dem vergangenen Jahr werden in ganz Nordrhein-Westfalen regelmäßig insbesondere Shisha-Lokale kontrolliert. Innenminister Herbert Reul (CDU) sieht Wasserpfeifen-Lokale als Hort der Clan-Kriminalität. Er will den Kontrolldruck erhöhen.

Vor knapp zwei Wochen hatten rund 1300 Polizeibeamte und Mitarbeiter von Zoll und Ordnungsbehörden bereits im Ruhrgebiet mehr als 100 Shisha-Bars, Wettbüros, Spielhallen und Diskotheken kontrolliert. Dabei waren 14 Menschen festgenommen, Strafanzeigen erstattet, Verwarngelder verhängt und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben worden. Auch Waffen, Bargeld und große Mengen unversteuerten Tabaks waren sichergestellt worden. Einige Betriebe waren auch geschlossen worden.

Vorgehen gegen Organisierte Kriminalität

Grund für die Razzien ist ein konzertiertes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegen kriminelle Großfamilien. Reul hatte am Rande der Razzia im Ruhrgebiet aber auch davor gewarnt, alle Mitglieder von Großfamilien unter Generalverdacht zu stellen. „Selbstverständlich gibt es in diesen Familien auch viele rechtschaffene Leute. Und es gibt Leute, die vom kriminellen Tun genug haben“, hatte der Minister erklärt und gleichzeitig weitere Kontrollen angekündigt. Neben regelmäßigen Razzien in Problemvierteln werde man die Organisierte Kriminalität in einem eigenen „Lagebild“ des Landeskriminalamtes analysieren und Aussteigerprogramme anbieten.

Bisher nur Verstoß gegen Rauchverbot 

Über das Ergebnis der gut halbstündigen Razzia an der Neustadtstraße gab der Zoll am Donnerstag  noch keine Auskunft. „Die Durchsuchungsergebnisse müssen noch ausgewertet werden“, sagte Zoll-Sprecher Kraska. Nähere Einzelheiten könnten frühestens am Freitag mitgeteilt werden. Werdohls Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel teilte auf Nachfrage mit, dass ihre Behörde in dem Lokal lediglich einen Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt habe.

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