Rathaus-Aufzug: Stadt nennt neuen Termin für Inbetriebnahme

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Die Arbeiten an der Fassade des Aufzugsschachts sind in vollem Gange. Die Mitarbeiter des Unternehmens aus Recklinghausen gehen davon aus, dass sie noch bis mindestens nächste Woche andauern werden.

Werdohl - Eigentlich sollte der Rathaus-Aufzug schon längst in Betrieb sein. Allerdings haben sich die Arbeiten auf der Zielgeraden des Projektes verzögert. Jetzt nennt die Stadtverwaltung einen neuen Termin für die Inbetriebnahme.

Mitte Juni war Andreas Kisker von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement der Stadtverwaltung noch sehr zuversichtlich gewesen: In etwa sechs Wochen könne der erste Besucher den Aufzug des Rathauses benutzen. Aus sechs sind mittlerweile mehr als acht Wochen geworden. 

Für die Verzögerung gebe es mehrere Gründe, erklärte die stellvertretende Fachbereichsleiterin Petra Conredel jetzt auf Nachfrage. Der Lieferant der Zinkbleche, mit denen der Aufzugsschacht auf der Rückseite des Rathauses außen verkleidet wird, habe „unglaubliche Lieferprobleme“ gehabt. Zudem bestätigte sie, dass zunächst falsche Wandanschlussprofile für die Zinkverkleidung geliefert worden seien. Weil das Rathaus unter Denkmalschutz steht, durften sie nicht an die Fassade angeschraubt werden. Mittlerweile hat das Unternehmen aus Recklinghausen aber damit begonnen, die Tafeln aus Titanzink anzubringen. Die Anschlussprofile müssen dabei in mühsamer Handarbeit vor Ort einzeln an die Brucksteine der Außenwand angepasst werden. 

Probleme mit Zugang

Probleme hat es nach Conredels Aussage auch mit dem barrierefreien Zugang an der Vorderseite des Rathauses gegeben. Der sei zunächst als zweiläufige Rampe mit einem Zwischenpodest geplant gewesen. Nach Beginn der Arbeiten habe sich dann herausgestellt, dass der Zugang auch kostengünstiger über eine einläufige Rampe hergestellt werden kann. Das sei nicht von vornherein absehbar gewesen, erklärte Conredel. Die notwendige Umplanung, verbunden mit der erforderlichen Verlegung von Leerrohren und Stromkabeln habe ebenfalls für Verzögerungen gesorgt. Mittlerweile ist die Rampe weitestgehend fertiggestellt, es fehlt nur noch ein Edelstahlgeländer. 

Der Parkplatz vor dem Rathaus wurde mittlerweile neu asphaltiert. Die Markierung der Parkboxen und die Installation einer Ladesäule für E-Autos steht noch aus.

Beim Bau der Rampe, die Rollstuhlfahrern den Zugang zum Aufzugseingang im Kellergeschoss des Rathauses ermöglichen soll, hatte das Bauunternehmen auch den Parkplatz vor dem Rathaus aufbaggern müssen. Mittlerweile ist die Oberfläche weitestgehend wieder hergestellt. Die Anordnung der Parkboxen werde aber leicht verändert, kündigte Petra Conredel an. „Der Behindertenparkplatz rückt ganz nach links, weil er dann näher an der Rampe liegt“, sagte sie. Außerdem werde noch ein Parkplatz mit einer Ladesäule für Elektroautos ausgerüstet. 

Bordsteine mussten abgesenkt werden

Auch die Bordsteine vor dem Rathaus mussten abgesenkt werden, damit sie mit einem Rollstuhl überwunden werden können. Anschließend galt es, den Gehweg neu zu pflastern. 

Der Aufzug, in den die Stadt mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land, zwischen 480 000 und 500 000 Euro investiert, könne wahrscheinlich in der zweiten September-Woche in Betrieb gehen, schätzte Petra Conredel. Die technische Abnahme sei für den 27. August vorgesehen, anschließend müsse noch die Bauabnahme erfolgen.

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