67 Fenster für den Neubau am Rathaus

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Der Übergang vom Altbau zum Neubau ist schon zur Hälfte mit neuen Fenstern (rechts) ausgerüstet. Deutlich zu erkennen sind die Unterlichter. Links im Bild sind die alten Fenster zu sehen.

Werdohl - Mitarbeiter des Rathauses müssen ihre Schreibtische mit Malervlies und Abdeckfolien schützen und können einen Tag nicht in ihrem Büro arbeiten – der Neubau am Rathaus bekommt neue Fenster.

Der härteste Arbeiter auf dieser Baustelle ist der städtische Maler. Er fängt gerade extrem früh morgens an, an den neu eingesetzten Fenstern die Laibungen zu tapezieren und zu streichen. Er arbeitet tatsächlich nachts, damit die Mitarbeiter bei Dienstbeginn um acht Uhr wieder an ihren Schreibtischen sitzen. Dafür hat er schon am Vormittag Feierabend.

Peter Grau, Bauleiter bei der Stadt, überwacht den Austausch der Fenster. 67 Fenster sind es, pro Fenster sechs Teile. Drei Unterlichter, ein Festfeld und zwei Flügel. So eine Konstruktion ersetzt ein altes Fenster. Die Aufteilung in kleinere Elemente ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Feste Unterlichter ermöglichen in den Büros die Nutzung der Fensterbänke als Ablagefläche. Tatsächlich entsteht so etwas mehr verfügbarer Raum in den kleinen Büros, zum Lüften braucht nicht mehr die Fensterbank abgeräumt zu werden.

Neue Fenster sind dreifach verglast und erfüllen neueste Wärmedämmungsrichtlinien. Dreifach verglaste Fenster sind allerdings auch sehr schwer, so dass kleinere Einheiten sinnvoll sind. Die Fensterflügel sind nicht mehr so groß und nicht mehr so schwer. Außerdem werden insgesamt weniger Beschläge gebraucht. Die 67 Fenster kosten 90 000 Euro, das Gerüst schlägt noch einmal mit 9500 Euro zu Buche. 80 Prozent davon werden aus Stadtumbaumitteln des Landes finanziert, 20 Prozent zahlt die Stadt selbst. Die Fenster-Ausschreibung hat zum wiederholten Male derselbe Fensterbauer aus Hagen gewonnen, er ist stets günstiger als die örtlichen Handwerker.

Die Stadt spart übrigens, wo es nur geht: Im Zuge der Fenstersanierung werden erstmals nach 15 Jahren die Lamellen der elektrisch betriebenen Sonnenjalousien geputzt. Seit Mitte vergangener Woche steht das Gerüst am Rathaus, seit Montag werden die Fenster Schritt für Schritt ausgetauscht. Sechs bis acht Büros am Tag schafft das Team, ein Büro ist für einen Tag nicht benutzbar. Die Fenster werden noch am selben Tag eingeputzt, trocknen ein paar Stunden und werden in der Nacht beitapeziert. Bis zum 22. Mai will Peter Grau mit der Maßnahme durch sein. Dann geht es weiter mit dem Austausch der Fenster im Kindergarten Heideberg.

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