Muslime feiern Zuckerfest

500 beten auf dem Sportplatz Riesei

Zuckerfest Werdohl
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Neblig, aber trocken: Um 6.30 Uhr begann das Gebet zum Abschluss des Ramadan.

Ein imposantes Bild hat sich am Himmelfahrtsmorgen auf dem Fußballplatz Riesei geboten. Über 500 Muslime sind zum Zuckerfest-Gebet gekommen. Probleme mit den Corona-Regeln gab es keine. „Es ist alles sehr gut gelaufen“, lautet das Fazit von Sezer Demirtas, Sekretär der Werdohler Ditib-Gemeinde.

Werdohl – Die ersten Gäste waren bereits um 6 Uhr da. In der nächsten Dreiviertelstunde folgten hunderte weitere. Ihren Gebetsteppich mussten alle selber mitbringen. Auch Masken waren Pflicht. Über 20 Ordner der Ditib-Gemeinde sorgten dafür, dass die Abstände eingehalten wurden: immer zwei Meter zum Nebenmann. Familienangehörige konnten auch näher zusammensitzen.

Schilder erklären die Regeln

Bereits am Vorabend hatten Ditib-Vereinsmitglieder den Sportplatz ausgemessen und die passenden Abstände mit Flatterband markiert. Mehrere Schilder machten auf die Corona-Regeln aufmerksam. Die meisten Muslime hatten sich bereits im Vorfeld für die Veranstaltung der größten islamischen Gemeinde in Werdohl angemeldet. So ging es schneller. „Im letzten Jahr hatten sich die Betenden vor Ort in eine Liste eingetragen“, erinnert sich Demirtas, dass es da teilweise zu Staus kam. Gut 350 Muslime waren in 2020 dabei, um ihren höchsten Feiertag zu begehen — schon damals Corona-bedingt auf dem Riesei.

Viele Gäste von außerhab

Dass das Angebot in diesem Jahr noch stärker nachgefragt war, macht Demirtas vor allem an zwei Gründen fest: Zum einen sei der Zuckerfest-Start in diesem Jahr auf einen Feiertag gefallen, zum anderen seien viele Gäste auch aus umliegenden Städten gekommen, beispielsweise aus Lüdenscheid. Dort hatte die Stadt eine ähnliche Veranstaltung verboten. Auch gut: Das Wetter hat mitgespielt – es war etwas neblig und kühl, dafür aber trocken.

Keine Umarmungen, keine Geschenke

Das Programm war kurz gehalten. In einer Art Aufwärmphase ging Iman Engin Teke, also der Vorbeter, auf Arabisch auf den Fastenmonat Ramadan ein, der am Mittwochabend geendet hatte. Über eine Mikrofon-Anlage war er auf dem ganzen Fußballplatz gut zu hören. Normal gehören Umarmungen und Küsse nach dem Festgebet genauso dazu wie das Verteilen von Süßigkeiten – im zweiten Pandemiejahr musste das allerdings wieder alles ausfallen. Die Gläubigen sind nach Abschluss des Gebetes gegen 7.10 Uhr direkt zum Auto beziehungsweise nach Hause gegangen.

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