Kein Plan für ein Café am Lennestrand?

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Stadtplanerin Kathrin Hartwig löste Verwirrung aus mit ihrer Bemerkung, die Stadt habe keinen konkreten Plan für eine Gastronomie an der Lenne.

Werdohl - Gibt es bereits eine konkrete Idee für eine Gastronomie an der Lennepromenade, oder hat die Stadt bisher überhaupt keinen Plan dafür? Werdohls Stadtplanerin Kathrin Hartwig und Bürgermeisterin Silvia Voßloh scheinen sich in dieser Frage zu widersprechen.

Rund 45 Besucher der Diskussionsveranstaltung „Werdohler Gespräche“ in der Stadtbücherei hörten am Mittwochabend, dass die Stadt noch keinen Plan habe, wie die von allen gewünschte Lennegastronomie realisiert werden soll.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh hatte im März auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt, es gebe einen „geheimen Plan“ für die Gastronomie an der Lennepromenade. Damals sagte sie, das aus der Stadtverwaltung heraus eine Idee entwickelt worden sei, die ein gastronomisches Angebot lenneabwärts in der Nähe der Paul-Seuthe-Terrasse vorsehe.

Um die Realisierung dieser Idee nicht zu gefährden, soll sie geheim bleiben. Die Idee habe sie dem Rat in nicht-öffentlicher Sitzung zur Kenntnis gegeben. Die Politik habe Verständnis dafür, die Idee geheim zu halten.

Am Mittwoch fragte Moderator Heiner Burkhardt die Stadtplanerin Kathrin Hartwig nach diesem „geheimen“ Konzept für ein Café am Lennestrand. Hartwig überraschte alle Anwesenden mit der Feststellung: „Das würde ich Ihnen gerne verraten, aber die Stadt hat noch gar keinen Plan für diese Stelle. Es ist noch nicht einmal geklärt, ob es ein Café am Wasser oder auf der Lenne geben soll. Momentan suchen wir noch nach möglichen Investoren.“

Im Publikum gab es ratlose Gesichter sowie Gelächter. Einer rief: „Man muss ja nur nach Altena schauen, um zu wissen, wie sowas gemacht wird. Da bekommt man abends am Fluss kein Bein mehr auf die Erde.“ 

Bürgermeisterin Voßloh sah auf Nachfrage am Donnerstag keinen direkten Widerspruch. Der Prozess zur Entwicklung der Idee sei in vollem Gange. Derzeit werde intensiv zum Beispiel im Rahmen des Gewässerschutzes diskutiert, ob und wie die Idee umgesetzt werden kann.

Voßloh persönlich habe im vergangenen Jahr mit mehreren Interessenten und Investoren gesprochen. Derjenige, der die Idee später umsetzen würde, werde natürlich seine eigenen Vorstellungen mit einbringen. Von daher sei es richtig, dass die Stadt noch keinen konkreten Plan habe.

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