Arbeiten laufen

Lenneradweg vor der Fertigstellung

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Derzeit laufen die Arbeiten zum Ausbau des Lenneradweges im Bereich des Tunnelportals an der Altenaer Straße. Dabei ist auch viel Handarbeit nötig.

Werdohl - Zehn Jahre nach dem Steinschlag, der den über das Tunnelportal an der Altenaer Straße führenden Rad- und Fußweg getroffen hat, soll die Verbindung zwischen dem Stadtteil Ütterlingsen und der Innenstadt im Januar wieder uneingeschränkt nutzbar sein. Derzeit laufen die Arbeiten zum Neubau des Radweges.

Rund 220 000 Euro investiert die Stadt Werdohl in diese Infrastrukturmaßnahme. Dafür wird der 210 Meter lange Abschnitt des Rad- und Fußweges auf einer Breite von 2,50 Meter ausgebaut. Er wird eine zehn Zentimeter dicke Asphaltschicht erhalten. Auch die Bankette werden befestigt.

Das Projekt beinhaltet zwei Herausforderungen. Zum einen muss eine Stützmauer errichtet werden, zum anderen darf der unmittelbare Bereich des Tunnelportals nicht mit Baumaschinen befahren werden. „Da ist dann Handarbeit nötig“, erklärte Martin Hempel, Tiefbau-Chef im Rathaus, was das für die Bauarbeiter bedeutet.

Die haben übrigens durch die Deutsche Bahn eigens eine Sicherheitsunterweisung erhalten. Über der Bahnlinie, die der Radweg überquert, verläuft nämlich eine Oberleitung, die 15 000 Volt Spannung führt. Auf noch weiter gehende Sicherheitsmaßnahmen habe die Bahn aber zum Glück nicht bestanden, sagte Hempel.

Die zweite Herausforderung ist die Errichtung einer rund 2,5 Meter hohen und etwa 25 Meter langen Stützmauer aus großen und schweren Betonquadern. „Ich nenne das ganz gerne Beton-Lego“, sagt Hempel scherzhaft.

Mit Bagger und Greifzange werden die tonnenschweren Betonklötze für die Stützwand passgenau eingesetzt.

In der Tat sehen die Klötze mit ihren regelmäßigen Noppen und Vertiefungen ein wenig aus wie die Bausteine des dänischen Spielzeugherstellers. Genau wie die Spielzeugsteine können sie ohne weitere Hilfsmittel miteinander verbunden werden. Allerdings sind sie wesentlich schwerer zu bewegen.

Rund 1,5 Tonnen wiegt jeder der 1,50 Meter langen sowie je 60 Zentimeter dicken und hohen Quader. Deshalb setzt das Bauunternehmen einen Bagger mit Spezialzange ein, um die Klötze an ihren Einsatzort zu bringen.

Für Martin Hempel haben die dicken Betonquader einige Vorteile: „Sie bringen durch ihr hohes Eigengewicht eine gute Statik mit und sind außerdem günstiger als zum Beispiel Gabionen“, erklärt er, warum die Wahl auf die Steine gefallen ist.

Hempel geht davon aus, dass die Arbeiten im Januar abgeschlossen werden können. Eine Aufwertung des Radweges zwischen dem Ende des jetzigen Ausbauabschnitts und der B236 könne sinnvollerweise erst nach dem Neubau der Lennebrücke in Ütterlingsen erfolgen. Auf diesem Abschnitt der Altenaer Straße müssen Radfahrer also zunächst noch über eine Schlaglochpiste fahren.

Die Kosten für die Maßnahme werden der Stadt übrigens zum größten Teil aus einem Förderprogramm erstattet. Einen großen Betrag steuert das Land Nordrhein-Westfalen bei, das solche Investitionen zur Verbesserung des nichtmotorisiertem Individualverkehrs mit hohen Zuschüssen fördert – in diesem Fall mit 70 Prozent.

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