Wunsch nach Beteiligung an Förderprogramm

SPD für Rad-Stellplätze am Bahnhof

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Rita Schwarzelühr-Sutter von der SPD, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, schoben im November 2018 zwei Fahrräder in einen neuen Fahrradständer zum Start der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof. Solche Ständer sollen jetzt auch in Werdohl entstehen.

Werdohl – Dem Bürgermeisterkandidaten der SPD, Andreas Späinghaus, ist eine mögliche Förderquelle für eine Investition am Bahnhof aufgefallen.

Im Internet entdeckte Späinghaus eine Bezuschussungsmöglichkeit, die auch Werdohl von Nutzen sein könnte. Die Deutsche Bahn beabsichtigt demnach, insgesamt 100 000 neue Fahrradstellplätze zu errichten. 

Späinghaus nahm Kontakt zu seinem Parteifreund Jürgen Henke auf, der Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (Ustea) ist. Beide informierten sich und kamen zu dem Ergebnis, dass mit Förderung des Umweltministeriums des Bundes im Rahmen der Klimaschutzinitiative bis 2022 insgesamt 100 000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen sollen. Ziel ist es, den Umstieg vom Auto auf „Bike and Ride“ zu fördern, um Kommune und Bahnhof für Fahrradfahrende attraktiver zu gestalten. Die Deutsche Bahn stellt entsprechende Flächen mietfrei zur Verfügung und unterstützt bei der Förderantragstellung über die Kommunalrichtlinien des Umweltministeriums. Die Bahn übernimmt die Planung, die Bestellung und das Aufstellen von Standardanlagen. Investitions- und Installationsausgaben werden laut Henke und Späinghaus zu 60 Prozent vom Bund übernommen. 

Thema in Oktober-Sitzung

Die SPD-Fraktion bittet die Verwaltung jetzt, sich über das Thema zu informieren. Für die nächste Sitzung des Ustea am 5. Oktober wird die SPD einen Antrag einreichen, damit sich die Stadt Werdohl entsprechend ihres Bedarfs an diesen Maßnahmen beteiligen kann. Diese Sitzung liegt zwar nach den Kommunalwahlen, wird aber noch in der derzeitigen Besetzung mit dem Ausschussvorsitzenden Henke stattfinden. 

Henke: „Hierdurch wird das Fahrrad für den alltäglichen Einsatz auch für das Werdohler Stadtgebiet noch attraktiver. Dies auch im Hinblick auf Pendler sowie Schüler und Studenten. Zugleich bedeutet dies eine Aufwertung des ,Wanderbahnhofes’ Werdohl.“ 

Initiative läuft bereits seit Anfang 2019

Neu ist die Bike+Ride-Initiative allerdings nicht. Das Förderprogramm von Bahn und Bund wurde bereits im November 2018 bekannt gemacht und im Januar 2019 schließlich aufgelegt. Zu spät ist man freilich nicht in Werdohl: Fördermittel werden noch bis zum Jahr 2022 gewährt.

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