Aktion Stadtradeln hat begonnen

70 Aktive radeln für Werdohl

Die Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski und Bürgermeister Andreas Späinghaus eröffneten die Aktion Stadtradeln am Mittwoch auf dem Rathaus-Parkplatz.
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Die Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski und Bürgermeister Andreas Späinghaus eröffneten die Aktion Stadtradeln am Mittwoch auf dem Rathaus-Parkplatz.

Rad statt Auto: Am Mittwoch ist in Werdohl die Aktion Stadtradeln gestartet, an der die Stadt an Lenne und Verse nach 2020 nun zum zweiten Mal teilnimmt.

Ziel ist es, 21 Tage lang möglichst viele Alltagsaufgaben mit dem Fahrrad erledigen. Noch bis Dienstag, 7. September, können alle teilnehmen, die in Werdohl leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen.

Jeder kann mitmachen

Der Wettbewerb Stadtradeln des europäischen Städtenetzwerks Klima-Bündnis findet seit 2008 statt. Mehr Radverkehr und Klimaschutz stehen im Vordergrund. Mitmachen kann jeder – alleine oder im Team. Gezählt wird jeder Kilometer individuell. „Am einfachsten lassen sich die gefahrenen Kilometer mit der offiziellen Stadtradeln-App nachhalten“, so Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski, die die Aktion für Werdohl organisiert. Und ja: „Pedelecs dürfen genauso mitmachen.“ Der elektrische Hilfsmotor mache das Radfahren im Sauerland schließlich für viele erst praktikabel.

70 Radler haben sich angemeldet

Zum Auftakt am Rathaus-Parkplatz hatte Majewski am Mittwochabend die ersten Zahlen dabei und stellte erfreut fest: „Es sieht ziemlich gut aus.“ Bisher haben sich 70 Radler angemeldet, dazu 17 Teams — schon jetzt eins mehr als im vergangenen Jahr. Unter anderem das Rathaus fährt mit einem achtköpfigen Team mit, aber auch Vertreter mehrerer Ratsfraktionen radeln mit. In den ersten Stunden der Stadttadeln-Aktion am Mittwoch seien schon gut 200 Kilometer zurückgelegt worden, so Majewski. Ein guter Anfang. Denn es geht um Strecke.

„Wir wollen die Besten im MK sein“, spornte Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) alle Radler an, möglichst viel zu fahren und vor teilnehmenden Nachbarkommunen zu landen. Unter anderem sind auch Neuenrade, Balve und Altena dabei. Sollte dieses Ziel erreicht werden, würde er auch dafür sorgen, dass ein Bürgermeister-Preis unter den Teilnehmern verlost wird. „Ich lasse mir etwas einfallen.“

Späinghaus gab den Teilnehmern noch mit auf den Weg: „Fahren Sie ordentlich, fahren Sie viel, fahren Sie für Werdohl.“ Er selbst steige allerdings nicht auf den Drahtesel. Wegen Problemen mit dem Gleichgewichtsorgan könne er nicht sicher radfahren, sagte er im Gespräch mit einigen Teilnehmern. Und ein Lastenrad mit drei Rädern habe er auf die Schnelle nicht auftreiben können.

Friedrich Hattendorf, Sprecher der vor gut zwei Monaten gegründeten Werdohler ADFC-Ortsgruppe (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), kündigte an, am Donnerstag auf dem Wochenmarkt die Werbetrommel für die Stadtradel-Aktion rühren zu wollen. „Es geht darum, die Situation des Fahrradverkehrs zu verbessern.“ Die Sauerländer Topografie lasse sich nicht ändern; es könne aber dennoch eine Menge Positives für den Radverkehr erreicht werden.

Teilnehmer nehmen an Verlosung teil

Unter allen Teilnehmern, die mindestens 50 Kilometer zurückgelegt haben, werden mehrere Preise verlost. Die Bäderbetriebe stellen zehn Familienkarten für das Frei- und Hallenbad Ütterlingsen zur Verfügung. Der Märkische Kreis steuert zehn sogenannter „Bikezacs“ bei. Das sind Einkaufstaschen, die sich unkompliziert am Gepäckträger anbringen lassen. Dazu gebe es noch mehrere kleinere Preise, so die Klimaschutzbeauftragte.

Anmeldung: Meike Majewski hofft, dass sich in den nächsten Wochen noch viele weitere Radfahrer dazu entschließen, bei der Aktion mitzumachen. Anmeldungen sind über die Webseite stadtradeln.de/werdohl möglich. Dort gibt es auch weitere Infos.

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