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Rad-Rundweg für Werdohl: Die Planungen laufen

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Von: Markus Wilczek

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Einmal rund um Werdohl per Fahrrad, das soll bald möglich sein, wenn es nach dem heimischen ADFC geht.
Einmal rund um Werdohl per Fahrrad, das soll bald möglich sein, wenn es nach dem heimischen ADFC geht. © Christian Spies

Der knapp 60 Kilometer lange Werdohler Rundwanderweg wird derzeit wiederbelebt. Mit finanziellen Mitteln aus dem EU-Förderprogramm Leader wird der Weg neu markiert.

Das Interesse daran ist groß. Bald könnte es ein ähnliches Angebot auch für Radfahrer geben. Denn die Werdohler Ortsgruppe im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) möchte einen Werdohler Rad-Rundweg realisieren.

Der Wanderweg war lange Zeit mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, dann bei einer Neuordnung des heimischen Wanderwegenetzes aufgrund seiner Länge nicht mehr markiert worden. Nachdem die Redaktion darüber nach einer winterlichen Begehung des Weges vor mehr als einem Jahr darüber berichtet hatte, entbrannte eine rege Diskussion über die Zukunft des Rundwanderweges. Viele Werdohler unter Federführung von Richard Müller-Schlotmann, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, machten sich für den Erhalt stark – und hatten letztlich Erfolg.

Projekt soll bis Ende 2022 fertiggestellt sein

Der Weg wird neu markiert, in das Gesamtkonzept zum jüngst überplanten Wanderwegenetz hinzugefügt und gemeinsam vermarktet. Es wird eine eigene Werdohler Wanderkarte geben und die Strecken sollen in die digitalen Wanderportale aufgenommen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Sauerland-Tourismus soll da helfen. Alle Wege bekommen noch Sitzbänke und an ausgesuchten Stellen Rastgelegenheiten mit Tischen. Portaltafeln weisen auf Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten hin. Eine Anbindung an Buslinien und die Bahn ist geplant. Das gesamte Projekt soll Ende 2022 vollständig fertiggestellt sein.

Einen solchen Rundweg kann sich der ADFC Werdohl auch für Radler vorstellen. Das Projekt wurde erstmals am Freitagabend beim monatlichen ADFC-Stammtisch der Mitglieder thematisiert. „Wir stehen mit den Überlegungen aber noch ganz am Anfang“, sagt Ortsgruppen-Vorsitzender Friedrich Hattendorf. Derzeit werde überlegt, ob und in welcher Form eine solche Strecke für Radfahrer zu realisieren ist. „Dabei schauen wir uns natürlich auch den Wanderweg um Werdohl an. Aber der ist nicht in seiner gesamten Streckenführung für Radler geeignet“, so Hattendorf.

Saisonstart im Mai mit Löwenzahn-Tour

Der ADFC Werdohl startet am 1. Mai mit der ersten geführten Radtour in die Radelsaison 2022. Dann wird die „Löwenzahn-Tour“ entlang der blühenden Wiesen im Lennetal nachgeholt, die der ADFC im vergangenen Frühjahr coronabedingt absagen musste. Die Strecke ist rund 40 Kilometer lang und verbindet in einem Rundkurs die drei Nachbarorte Werdohl, Plettenberg und Herscheid. Weil am 1. Mai die Märkische Museumseisenbahn ihren ersten Fahrtag 2022 hat, soll der Abschnitt zwischen Köbbinghausen und Hüninghausen mit der Bahn zurückgelegt werden. Für die ADFC-Radler wird deshalb extra ein Güterwagon angehängt, um die Fahrräder transportieren zu können. Detail zu dieser Veranstaltung möchte der ADFC Werdohl demnächst bekannt geben. Interessierte können sich die Strecke bereits online unter www.tinyurl.com/loewenzahntour anschauen.

Vorschläge für Streckenverlauf erwünscht

Bei der Ausarbeitung einer Radstrecke rund um Werdohl, die in Teilen durchaus auch über das Gebiet der Nachbarkommunen verlaufen könne, hofft Hattendorf auch auf die Unterstützung der Werdohler Bürger. „Wer eine Idee für einen Streckenverlauf oder einen Teilbereich hat, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen“, sagt der heimische ADFC-Vorsitzende. Zu erreichen ist er per E-Mail an friedrich.hattendorf@adafc-mk.de.

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