Pure Begeisterung

+
Die Solistin Barbara Kortmann stellte ihre Können eindrucksvoll unter Beweis. ▪

WERDOHL ▪ Ohne Zweifel, es war ein Abend mit Erinnerungsfaktor. Mehr als 300 Zuhörer strömten am Samstagabend in den Saal der Albert-Einstein-Gesamtschule, um Zeugen eines wahrlich besonderen Konzerts zu werden.

Zu Gast war das Märkische Jugendsinfonieorchester – allerdings nicht unter der Leitung von Dirigent Witolf Werner, wie angekündigt. Werner hatte das Konzert tags zuvor in Lüdenscheid noch dirigiert, hatte aber gesundheitliche Probleme bemerkt. Am Sonntagmittag folgte dann die endgültige Absage. Andreas Gosling, eigentlich zuständig für die Ausbildung der Holzbläser, sprang für den erkrankten Werner kurzfristig ein und erledigte seine Job äußerst professionell.

„Märchenhaft“ hatte sich das Orchester als Titel ausgedacht – eine durchaus doppeldeutige Wortwahl. Denn neben der Auswahl der Stücke war die Güte des Auftritts ebenfalls märchenhaft – gekrönt mit einer außerordentlichen Solistin. Barbara Kortmann, MKK-Stipendiatin des Jahres 2010, spielte ihre Querflöte mit solcher Leidenschaft, dass sie vom Publikum mit Applaus regelrecht überschüttet wurde.

Als Konzert-Appetizer servierte das hochkarätig besetzte Orchester eine Overtüre zu „Hänsel und Gretel“ nach Humperdinck. Es folgte ein Moll-Konzert von Mercadante für Flöte und Orchester. Den Blumenstrauß aus den Händen von Reinhild Wüllner-Leisen, als Vertreterin der Stadtverwaltung, hatte sich die Solistin für ihr Flöten-Feuerwerk redlich verdient. Im zweiten Konzert-Teil bot das Orchester ein ungewöhnliches Wechselspiel zwischen Musik und Erzählung. Alma-Maria Raible gab das Märchen Schwanensee szenenweise zum Besten, während das Orchester die Szenen musikalisch interpretierte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare