Prügel für die Ex-Freundin

Für einen 40-jährigen Werdohler hatte Justitia am Donnerstag keine guten Nachrichten.

WERDOHL ▪ Rasend vor Eifersucht hatte sich ein 40-jähriger Werdohler an seiner Ex-Freundin vergriffen und sie verprügelt. Am Donnerstag kassierte er dafür vor dem Amtsgericht in Altena eine viermonatige Haftstrafe ohne Bewährung.

Vor Gericht gab sich der Mann vollumfänglich geständig. Er räumte ein, seine Ex am 4. Oktober des vergangenen Jahres auf dem Friedrich-Keßler-Platz in Werdohl mit Schlägen attackiert zu haben. Erst zwei Tage zuvor war der 40-Jährige mit einer Vorbelastung von 22 Vorstrafen – darunter mehrfach Körperverletzungdelikte – aus dem Gefängnis entlassen worden.

Noch aus dem Knast heraus hatte er seiner Freundin, mit der er sechs Jahre zusammen gewesen war und die er auch vor hatte zu heiraten, Liebesbriefe geschrieben. Doch dann war ihm zu Ohren gekommen, dass ihn die geliebte Frau während seiner Inhaftierung mit zwei Männern betrogen haben soll.

Am Tattag habe er sich zwei Flaschen Schnaps zu Gemüte geführt. „Aus Frust halt”, so der Angeklagte vor dem Richter. Dann sei er auf die Frau losgegangen. Aufgrund seines Geständnisses konnten sowohl die als Zeugin geladene Ex-Freundin, als auch eine weitere Frau ungehört entlassen werden.

Bei der Urteilsfindung sprachen insbesondere die vielen einschlägigen Vorstrafen und der Umstand, dass der Werdohler vor der Tat erst zwei Tage auf freiem Fuß gewesen war, gegen den Mann. Hingegen wirkte sich das Geständnis positiv aus. Auch nahm das Gericht aufgrund des zuvor getrunkenen Alkohols eine verminderte Schuldfähigkeit an.

„Bei Ihrem Vorleben kommt nur eine Freiheitsstrafe in Betracht. Eine Bewährung steht gar nicht zur Debatte”, so die deutliche Urteilsbegründung von Richter Dirk Reckschmidt. ▪ jape

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