Auf dem Weg zur Gesamtgemeinde

+
100 Interessierte kamen zu der Gemeindeversammlung. ▪

WERDOHL ▪ Nach 41 Jahren wird im Paulus-Gemeindehaus am 30. Dezember letztmalig ein Dankgottesdienst gefeiert. Dann ist die Zusammenführung der beiden Gemeindebezirke Königsburg und Pungelscheid abgeschlossen. Was danach mit dem Gemeindehaus geschehe, sei noch nicht klar, wie Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg am Mittwoch im Rahmen der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Werdohl erklärte.

Rund 100 Zuhörer waren ins Gemeindehaus an der Freiheitstraße gekommen, um aktuelle Themen anzusprechen und Fragen zu stellen. Doch wie sich schnell herausstellte, gab es zu den einzelnen Punkten im Kreis der Gemeindeglieder kaum Diskussionsbedarf. Lediglich Detailfragen wurden gestellt.

Der Themenkatalog war nach den im Gemeindekonzept verankerten Handlungsfeldern Diakonie, Gemeinschaft, Gottesdienst und Mission sortiert. Dabei wurde nicht die gesamte Palette der Aktivitäten und Planungen vor den Zuhörern ausgebreitet. Vielmehr wollte und musste man sich – wegen des Zeitrahmens – auf einige Schlaglichter beschränken, wie Presbyteriumsvorsitzender Dirk Grzegorek darlegte.

So erfuhren die Gemeindeglieder, dass die 2006 in Werdohl ins Leben gerufene Tafel mit einem Betreuungs-Start für 80 Familien inzwischen 120 bis 140 Familien mit den wichtigsten Lebensmitteln versorgt und damit die größte Not lindert. Das ebenfalls im ehemaligen Kindergarten „Spatzennest“ angesiedelte Begegnungscafé findet guten Zuspruch. Jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat kommen zwischen 25 und 30 Menschen zum Frühstück.

Nur positive Tendenzen gab es auch aus dem Familienzentrum „Arche Noah“ und der Kindertagesstätte „Sternschnuppe“ zu berichten. Die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und der evangelischen Martin-Luther-Grundschule wurde im Rahmen des Treffens gelobt. Zudem erfuhren die Anwesenden, dass die Bildung eines ökumenischen Arbeitskreises unmittelbar bevorsteht.

Hinsichtlich der Beteiligung am Weihnachtsmarkt sind in der Vergangenheit im Blick auf die Gottesdienste verschiedene Varianten ausprobiert worden. Inzwischen habe sich die Planung laut Pfarrer Martin Buschhaus verfestigt, in der Mittagszeit einen Gottesdienst in der Christuskirche abzuhalten. In diesem Jahr geht der Trend allerdings zu einer umfassenderen Präsentation als Gesamtgemeinde. So sollen nicht nur im Stundenrhythmus Mini-Andachten abgehalten werden. Chöre werden zur Programmgestaltung beitragen; Schwedenfeuer sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Verbessert werden soll auch die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Kirchengemeinde. Gunnar Stuberg erläuterte, dass mit professioneller Hilfe eine Homepage entwickelt werden soll. „Wir stecken derzeit in der konzeptionellen Phase“, aber Ziel sei es 2013 ans Netz zu gehen. Wie diese Homepage jeweils „befüttert“ wird, sei noch zu klären. Auch der Gemeindebrief „Über Uns“ soll professioneller ausgerichtet werden.

Breiten Raum nahmen abschließend die Informationen des Finanzkirchmeisters Lothar Jeßegus über die Umstellung des Finanzhaushaltes auf das Neue Kirchliche Finanzmanagement (NKF) ein. Mit diesem Schritt soll die Nachhaltigkeit kirchlichen Handelns sichergestellt und „rumwurschteln“ unmöglich gemacht werden. Die Effizienz und Effektivität solle so verbessert werden. Diese Umstellung, so Jeßegus, verlange dem Leitungsorgan der Gemeinde viel ab, „wird uns aber auch viel bringen und helfen, unsere Ressourcen sinnvoll einzusetzen“. - Rainer Kanbach

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare