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Projekt Generationenwald: Der Borkenkäfer sorgt für Verzögerungen

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Von: Markus Wilczek

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Ein erster Baum für das Projekt Generationenwald wurde im September beim ökumenischen Gottesdienst auf den Lennewiesen von (von links) Bürgermeister Andreas Späinghaus, Pater Kamil Pawlak, Pfarrer Dirk Grzegorek und Förster Frank Bossong gepflanzt. Viele weitere Bäume sollen auf einer Fläche am Rodt folgen.
Ein erster Baum für das Projekt Generationenwald wurde im September beim ökumenischen Gottesdienst auf den Lennewiesen von (von links) Bürgermeister Andreas Späinghaus, Pater Kamil Pawlak, Pfarrer Dirk Grzegorek und Förster Frank Bossong gepflanzt. Viele weitere Bäume sollen auf einer Fläche am Rodt folgen. © Reininghaus

Die Liste der Interessenten umfasst bereits rund 40 Namen und wer möchte, kann den lokalen Werdohler Beitrag gegen den Klimawandel auch in Gutscheinform zu Weihnachten oder für die Goldhochzeit verschenken.

Das Generationenwald-Projekt des Ökumeneforums Werdohl nimmt Fahrt auf, auch wenn der erste Pflanztag – anders als ursprünglich geplant – nicht mehr in diesem Jahr stattfinden wird.

„Mit dem Projekt möchten wir angesichts der deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels ein Zeichen gegen das Sterben der Wälder setzen“, sagt Britta Schwarze vom Ökumeneforum. Deshalb können mit Marone, Walnuss, Speierling oder Mispel auch ausschließlich Baumsorten gepflanzt werden, die als sehr widerstandsfähig gelten und den sich verändernden Klimabedingungen im Sauerland gewachsen sind.

Bürgermeister übernimmt Schirmherrschaft

Realisiert werden soll der Generationenwald wahrscheinlich auf einer ehemaligen Waldfläche im Bereich Rodt. „Hier sind wir aber noch in den letzten Gesprächen“, sagt Schwarze. Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) hat für das Projekt die Schirmherrschaft übernommen. Ein erster Baum wurde bereits im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes Anfang September auf den Lennewiesen gepflanzt.

„Die Bäume können bestellt und dann verschenkt werden. Es sind viele Anlässe denkbar: Hochzeit, Geburt, Taufe, Schulabschlüsse, Weihnachten“, sagt Britta Schwarze. Jeder Baum erhält eine Plakette mit dem Namen des Besitzers und dem Pflanzjahr. „Auf Wunsch kann auch eine Schenkungsurkunde gefertigt werden“, so Schwarze. Die Kosten für einen solchen Generationenbaum liegen je nach Größe und Alter in der Regel zwischen 20 und 60 Euro.

Fläche ist noch nicht vorbereitet

Der erste Pflanztag, an dem die Bäume zentral von einer Baumschule angeliefert und den jeweiligen Besitzern in die Erde gebracht werden, sollte ursprünglich am 10. November stattfinden. „Diesen Termin mussten wir aber leider absagen“, erläutert Schwarze mit Verweis auf die Borkenkäfer-Plage und die deshalb rege Arbeitsaktivität in den heimischen Wäldern. „In und um Werdohl ist der Forstbetrieb damit beschäftigt, Bäume zu fällen, zu roden und abzutransportieren. Daher fehlt die Zeit, das vorgesehene Grundstück für die erste Pflanzung vorzubereiten“, sagt Schwarze.

Deshalb soll der offizielle Startschuss für das Projekt nun im Frühjahr 2022 fallen. „Wer sich daran beteiligen möchte, hat bis dahin weiterhin jederzeit die Möglichkeit, sich bei uns zu melden und für seinen Wunschbaum vormerken zu lassen. Alternativ können Interessierte aber auch über uns einen Baum beziehen und im eigenen Garten pflanzen“, sagt Britta Schwarze abschließend.

Weitere Informationen und Anmeldungen zum Generationenprojekt bei Britta Schwarze unter Tel. 0178/5061820.

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