Probleme mit Schließsystem

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Mit einem solchen Schlüssel können Sportler die Hallentüren nur noch zu ihren Trainingszeiten öffnen.

Werdohl - In den Sporthallen am Köstersberg, in Ütterlingsen und am Riesei hat bereits ein elektronisches Schließsystem die herkömmlichen Schlüssel und Türschlösser ersetzt. Auch in der Halle in Kleinhammer soll das System in den kommenden Wochen eingebaut werden. Doch offenbar gibt es Probleme: Zu häufig sind Türen unverschlossen.

Sportler unter Kontrolle

Von Constanze Raidt

Das berichtete Peter Grau von der Stadtverwaltung am Montagabend im Sportausschuss. Der Grund ist die Programmierung der Schließanlage: Ab 22.35 Uhr lassen sich die Türen nicht mehr verriegeln. Denn das System unterscheidet technisch nicht zwischen Auf- und Abschließen, da der Schlüssel nicht wie in mechanischen Schlössern herumgedreht werden muss – der Kontakt genügt. Und da ab 22.35 Uhr niemand mehr die Hallen aufschließen und betreten soll, kann eben auch keiner mehr abschließen.

Das elektronische System war eingeführt worden, um die Nutzung der Sporthallen besser zu kontrollieren. Zu viele Schlüssel waren an Trainer und Übungsleiter ausgegeben worden, niemand hatte mehr einen rechten Überblick. Außerdem hatten sich hin und wieder Sportler außerhalb ihrer Trainingszeiten Zugang zu den Hallen verschafft. Das sollen die neuen Schließsysteme verhindern, denn jeder Schlüssel ist so programmiert, dass sein Besitzer nur noch zu festen Trainingszeiten die Halle aufschließen kann.

Auch die genannte Sperrzeit soll dazu beitragen. „Ab 22 Uhr schaltet sich überall das Hallenlicht aus, ab 22.35 Uhr das Licht in den Nebenräumen wie Umkleiden, Duschen und Fluren“, erläutert Peter Grau ein weiteres Steuerungsinstrument.

Trotzdem bleiben offenbar immer wieder Sportler nach ihrem Training zu lange in den Hallen und können dann nicht mehr abschließen. Zwar lassen sich die Eingangstüren dann nicht von außen aufdrücken, sind aber auch nicht richtig verriegelt. Und dann gibt es keinen Versicherungsschutz.

Regina Wildenburg von der Stadtverwaltung teilte mit, die Hallen könnten ab einer bestimmten Uhrzeit zwangsweise verriegelt werden. „Wer dann noch drin ist, kommt natürlich über die Paniktüren raus“, sagte sie. Allerdings sei es kostenintensiv, die Programmierung entsprechend umzustellen. „Wir sollten deshalb erst einmal versuchen, das Nutzerverhalten zu ändern.“

Ihr Verwaltungskollege Michael Grabs zeigte sich zuversichtlich. „Wir hängen Zettel auf und ein Taschentuch mit Knoten. Das muss sich noch einspielen.“

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