Premiere-Übung bei der Feuerwehr

Der auf Schienen fahrende Transportwagen kann bis zu einer Tonne beladen werden. Korbtragen technische Geräte, Schneidegeräte, Spreitzer, Rettungszylinder und Notstromaggregate müssen im Notfall damit transportiert werden.

WERDOHL ▪ Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Werdohl standen am Sonntagmorgen vor einer „Premiere-Übung“: Zwar befindet sich der rollende Transportwagen, der speziell für den Einsatz auf den Bahntrassen aufgebaut wurde, schon seit 2010 im Evekinger Feuerwehrhaus, doch außer „Trockenübungen“ im Gerätehaus konnte die Wehr die Maschine noch nicht testen.

Da kamen die akutellen Arbeiten der Bahn an den Gleisen zwischen Werdohl und Plettenberg den heimischen Brandbekämpfern gerade recht. Stadtbrandinspektor Manfred Theile nutzte die Gelegenheit, um seine Männer zu einer Übung zusammen zu rufen.

Zum ersten Mal konnten die Blauröcke den rollenden Transportwagen auf Gleisen testen. Das Untergestell der Maschine ist perfekt für den Einsatz auf Schienen ausgelegt. Wie verhält sich das Gerät auf der Trasse? Wie schwer kann es beladen werden? Wie schwer oder leicht kann es dann noch bewegt werden? Das waren einige der Fragen, die während der Übung beantwortet wurden. „Der Transportwagen ist bis zu einer Tonne belastbar“, informierte Theile. Wie die Geräte darauf platzsparend verstaut werden können war ein weiterer Aspekte, der getestet wurde. Im Notfall müssen Korbtragen, mit denen verletzte Personen gerettet werden können, ebenso transportiert werden wie technischen Geräte, Schneidegeräte, Spreitzer, Rettungszylinder und Notstromaggregate. Aber auch schwer beladen scheint das „Einsatzfahrzeug“ noch gut händelbar. „Auch unsere Feuerwehrfrauen kommen gut damit klar. Es ist leichtgängig zu fahren“, resümierte Theile.

Am „Trainingsgelände“ an der Gildestraße angekommen, bekamen die Blauröcke eine weitere Chance, unter realen Bedingungen zu trainieren. Aufgrund der Gleisarbeiten, die auf der parallel verlaufenden Bahntrasse stattfanden, rückten sie bis zur Gewerbestraße vor. In Höhe der Firma Kracht führen die Gleise in einen Tunnel. So bekam die Wehr Gelegenheit, ihre Übung zu erweitern, und mit Scheinwerfern die „Einsatzstelle“ sowie den Weg auszuleuchten.

Der Märkische Kreis ermöglicht der Feuerwehr den Einsatz des auf Schienen fahrenden Transportwagens. „Er ist zwar in Eveking beheimatet, doch wir stellen ihn anderen Feuerwehren kreiseweit zur Verfügung“, so Theile. ▪ sr

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