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Preisanstieg bei Rohstoffen: Eiscafé Valentino erhöht moderat

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Eine große Auswahl an Eissorten bieten Anna, Antonio, Manuel und Giulia (von links) vom Eiscafé Valentino weiterhin an, obwohl manche Zutaten sehr teuer geworden sind. Deshalb kostet die Kugel Eis jetzt auch etwas mehr.
Eine große Auswahl an Eissorten bieten Anna, Antonio, Manuel und Giulia (von links) vom Eiscafé Valentino weiterhin an, obwohl manche Zutaten sehr teuer geworden sind. Deshalb kostet die Kugel Eis jetzt auch etwas mehr. © Griese, Volker

Eine Kugel Eis – oder mehrere – verspricht bei sommerlichen Temperaturen willkommene Erfrischung. Doch die Eisdielen-Betreiber sind, wie viele andere Gewerbetreibende, mit massiven Preissteigerungen konfrontiert. Denn im Speiseeis stecken eine Menge Zutaten – die jede für sich immer teurer werden.

Werdohl – Im vergangenen Jahr kostete eine Kugel Eis in Großstädten wie Berlin, Leipzig oder Stuttgart über 1,80 Euro. In München lag der Schnitt sogar bei 2,10 Euro. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 1,47 Euro. In Werdohl mussten Eisliebhaber für eine Kugel bisher 1,10 Euro auf den Tresen legen.

Wer in diesem Jahr bei der Eisdiele um die Ecke nach einer Kugel Eis fragt, erlebt oft einen Preis-Schock: 4 Euro und mehr für zwei Kugeln Eis in der Waffel sind längst keine Ausnahme mehr. Auch das Eiscafé Valentino an der Ecke des Brüninghaus-Platzes, mittlerweile die einzige Verkaufsstelle für handgemachtes Eis in Werdohl, hat die Preise erhöhen müssen. Dort fällt die Erhöhung allerdings moderat aus. „Bei uns kostet die Kugel jetzt 1,20 Euro“, sagt Inhaber Antonio Fratepietro.

„Es wird ja alles teurer, auch die Zutaten für unser Eis“, erklärt der Eisverkäufer. Auch die gestiegenen Energiekosten spiegeln sich in der Kalkulation wider. Die Kunden hätten deshalb auch Verständnis für diese Preisanhebung, glaubt Fratepietro. „Einige sagen, dass wir sogar noch preiswert sind“, versichert er. Jedenfalls könne er nicht feststellen, dass die Geschäfte nach der Preiserhöhung, von der auch Getränke wie Kaffee, Espresso oder Cappuccino betroffen seien, schlechter liefen. „Die Kunden kommen weiterhin, sie halten uns die Treue“, ist Fratepietro darüber erfreut.

Allerdings genießt das Valentino mittlerweile auch eine Monopolstellung in Werdohl, nachdem die von Portugiesen geführten Gelateria Italiana an der Freiheitstraße und das „Heiß auf Eis“ an der Neustadtstraße geschlossen haben. Für die Gelatièra Anna, die Eismacherin im Eiscafé Valentino, erwächst daraus auch eine gewisse Verpflichtung. Denn während andere Eishersteller, beispielsweise in Plettenberg, die Produktion mancher Sorten eingestellt haben, weil die Rohstoffe wie beispielsweise Früchte, Milch oder Pistazien dafür einfach zu teuer geworden oder schlechter lieferbar sind, produziert Anna nach wie vor das ganze Sortiment: 20 bis 30 Sorten, je nachdem, wie die Wetterprognose ausfällt. Die Klassiker wie Erdbeere, Vanille und Schokolade gehören dazu, aber auch ausgefallene Kreationen wie Kinder-Bueno, Apfelstrudel oder Cherry-Mania. „Wir sind die einzige Eisdiele in Werdohl, deshalb müssen wir auch weiterhin eine große Auswahl anbieten“, lautet Annas Devise.

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