Praktikumszeit im Krankenhaus

Die Schüler machen während ihres Praktikums viele interessante Erfahrungen.

WERDOHL ▪ 50 Mädchen und Jungen der Erich Kästner-Hauptschule sind derzeit in Werdohl und Umgebung unterwegs, um bei Praktika in die Berufswelt hinein zu schnuppern. Die Zehnt- und Neuntklässler der Hauptschule, so erklärt Dieter Kaiser (Klassenlehrer der 9. Klasse), haben sich ihre Stellen dafür selbst gesucht. Und Adam Kuhn (Klassenlehrer der 10. Klasse) ergänzt: „Auch schlechte Erfahrungen sind letztlich gute Erfahrungen.“

Die beiden Neuntklässler Tugba Yilmaz (15 Jahre alt) und Ivan Li Pira (14) beenden am heutigen Freitag ihre drei Wochen in der Stadtklinik. Li Pira, Halb-Italiener und Halb-Spanier, räumt ein, dass er eigentlich einem Tierarzt über die Schulter schauen wollte, „doch da gab es in Werdohl keine Möglichkeit“. Und um etwa nach Plettenberg zu fahren, „hätte ich morgens viel früher aufstehen müssen“.

Am Ende ist er aber mit der Arbeit als Krankenpfleger im Krankenhaus auch sehr zufrieden: „Es macht Spaß hier“, bilanziert er die zurückliegenden Wochen. „Klar, es gibt auch unangenehme Sachen zu tun; etwa Leute zu waschen“, gesteht der 14-Jährige. „Aber das gehört einfach dazu“, sagt er und lächelt entspannt. Die ein Jahr ältere Tugba neben ihm nickt.

Sie hätte ursprünglich lieber in einem Kindergarten ein Praktikum absolviert. Doch auf diese Stellen war der Ansturm einfach zu groß. In der zehnten Klasse will sie es noch einmal versuchen, denn dann stehen für sie und ihre Klassenkameraden wieder Praktika auf dem Stundenplan. Vielleicht kommt Li Pira dann auch noch zu einem Tierarzt.

Es kann aber auch gut sein, dass die beiden in den zurückliegenden drei Wochen bereits ihren späteren Berufsweg gefunden haben. „Immerhin sind die zwei ja schon ausgebildete und aktive Schulsanitäter“, berichtet Klassenlehrer Kaiser. - Michael Koll

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