Ein Stück mehr Normalität

Präsenzunterricht: So läuft es ab Montag an AEG und Realschule

An der Realschule müssen die jüngeren Schüler – hier die Klasse 9a mit Lehrer Jannik Klein – noch von zuhause aus am Unterricht teilnehmen. Am Montag kehren zunächst nur die beiden 10. Klassen zum Präsenzunterricht in die Schule zurück.
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An der Realschule müssen die jüngeren Schüler – hier die Klasse 9a mit Lehrer Jannik Klein – noch von zuhause aus am Unterricht teilnehmen. Am Montag kehren zunächst nur die beiden 10. Klassen zum Präsenzunterricht in die Schule zurück.

Die beiden weiterführenden Werdohler Schulen, die Realschule auf dem Köstersberg und die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) am Riesei, sind offenbar gut vorbereitet auf die Rückkehr in den Präsenzunterricht am Montag, 22. Februar.

Die Schulleiter jedenfalls sind optimistisch, dass das Lernen unter Pandemiebedingungen in den Schulen funktionieren wird.

Die Gesamtschule wird dank ihrer Größe auf einen Wechselunterricht, also das abwechselnde Unterrichten von einzelnen Schülergruppen in Präsenz und auf Distanz, verzichten können. „Die Klassen 10, 12 und 13 kehren bei uns ab Montag täglich in voller Stärke in die Schule zurück und werden nach dem normalen Stundenplan unterrichtet“, sagte Schulleiter Sven Stocks auf Nachfrage und sprach von einem großen organisatorischen Aufwand. Damit erreiche die Schule aber das wichtige Ziel, denjenigen Schülern, die vor einem Abschluss stehen, täglichen Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Schüler werden auf mehrere Räume verteilt

Machbar ist das aber nur, weil in der AEG derzeit viele Klassenräume zur Verfügung stehen, denn die einzelnen Klassen werden nicht in nur einem Raum unterrichtet. Gruppen, die größer als 16 Schüler sind, sollen auf zwei Klassenräume verteilt und von jeweils einem Lehrer unterrichtet werden. Stocks hält das aufgrund der digitalen Möglichkeiten, die mittlerweile an der Gesamtschule gegeben sind, für gut umsetzbar. So könne eine Lehrkraft auch zwei Schülergruppen in benachbarten Klassenzimmern gut im Blick behalten.

Funktionieren kann dieses System aber nur, so lange nicht weitere Jahrgangsstufen in den Präsenzunterricht zurückkehren. Stocks: „Geteilte Gruppen können wir nicht auf weitere Jahrgänge ausdehnen, weil uns dafür die Räume fehlen.“ Deshalb bleibt es für die Jahrgänge 5 bis 9 und für den Jahrgang 11 vorerst beim Distanzunterricht. Für die Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6 bietet die AEG aber weiterhin eine Notbetreuung in der Schule an. Und für diejenigen Schüler des Jahrgangs 11, die mit dem Homeschooling Probleme haben, gibt es nach wie vor die Möglichkeit, in die Schule zu kommen und dort am Distanzunterricht teilzunehmen.

Voller Stundenplan für die Zehner

An der Realschule werden am Montag nur die Zehntklässler in den Präsenzunterricht zurückkehren. „Die Zehner werden bei vollem Stundenplan in der Schule unterrichtet, alle anderen bleiben noch zuhause“, kündigte Schulleiter Oliver Held an. Für diese Schüler, die ja im Sommer ihre Laufbahn an der Realschule beenden, sei das „eine gute Nachricht“.

Die beiden zehnten Klassen der Realschule sollen nach Worten des Schulleiters nicht noch einmal aufgeteilt, sondern im Klassenverband unterrichtet werden. Aufgrund der relativ geringen Größe der beiden Klassen und der großen Räume sei das vertretbar. In Kleingruppen unterrichtet werden müssten die Zehner allerdings in den Kursen, die normalerweise von Schülern beider Klassen belegt werden. Um eine Vermischung der Gruppen zu vermeiden, würden diese Kurse nun geteilt und von einer oder zwei Lehrkräften unterrichtet.

Weiterhin auch Notbetreuung und Distanzunterricht

Die Realschule muss neben dem Präsenzunterricht für die ältesten Schüler aber noch zwei weitere Unterrichtsvarianten anbieten. So wird es für den Jahrgang 6, der vorerst im Homeschooling bleibt, weiterhin eine Notbetreuung in der Schule geben. Die Jahrgänge 7 bis 9 bleiben im Distanzunterricht zuhause, allerdings erhalten einzelne Schüler die Möglichkeit, dazu auch die Schule aufzusuchen. „So haben wir täglich etwa 20 Schüler, die zur Notbetreuung oder zum Distanzunterricht in die Schule kommen“, rechnete Schulleiter Held zusammen.

Um das Infektionsrisiko beim gemeinsamen Lernen in der Schule so gering wie möglich zu halten, haben beide Schulen neben der allgemeinen Maskenpflicht ebenfalls Konzepte entwickelt. An der AEG werden die Klassenzimmer alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet, zudem bleiben die Türen offen. Das soll verhindern, dass sich die Aerosole und mit ihnen mögliche Coronaviren allzu sehr im Raum ausbreiten. Regelungen gibt es an der Gesamtschule auch für die Pausen und Freistunden. „Es wird gewährleistet, dass sich niemand frei im Gebäude bewegen kann“, versicherte Schulleiter Stocks.

Regelmäßiges Lüften und Händewaschen

Ähnlich verfährt die Realschule. Eine Flächendesinfektion, wenn verschiedene Schülergruppen einen Raum nacheinander benutzen, regelmäßiges Lüften und Händewaschen seien eine Selbstverständlichkeit, sagte Schulleiter Held. „Da gibt es kein Pardon, das setzen wir um.“

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