Neuer Ort für Begegnungen in Pungelscheid

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Die Kleiderkammer ist Bestandteil der neuen Awo-Begegnungsstätte an der Meilerstraße. Vier Jahre dauerte die Fertigstellung.

Werdohl - Nein, es war kein normales Sommerfest im Familienzentrum Sonnenschein in Pungelscheid. Es war ein ganz besonderes. Denn nicht nur die rund 90 Kinder der Kindertagesstätte feierten am Samstag mit ihren Eltern, sondern auch der Awo-Ortsverein Werdohl-Versetal.

Im Rahmen des Fests wurden nämlich auch die neuen Räume eingeweiht. Vier Jahre hatte die Verwandlung vom Jugendzentrum in eine Kleiderkammer samt Gemeinschaftsraum gedauert.

Es war ein echter Kraftakt für die ehrenamtlichen Helfer des Ortsvereins. „Als wir vor rund vier Jahren die Räume von der Stadt übernahmen, mussten wir erst einmal alles planen und die Finanzierung sichern. Das alleine hat schon einige Monate gedauert. Wir können ja nicht einfach drauf los bauen“, erklärte der Ortsvereinsvorsitzende Herbert Scholz.

Umfassende Arbeiten

Und es musste einiges verändert werden. Die Räume mussten nämlich nicht nur renoviert und eingerichtet werden, sondern es mussten auch umfassenden Arbeiten in Sachen Barrierefreiheit gestemmt werden. „Schließlich soll unsere Klientel, die oft doch gesundheitlich angeschlagen ist, die Möglichkeit haben, hier gut hin zu kommen“, sagte Scholz.

So wurden unter anderem die Toiletten behindertengerecht umgebaut. Das Geld hierfür stammt übrigens von der Fernsehlotterie. Des Weiteren musste die Zuwegung verändert werden. Stufen wichen Rampen mit leichten Steigungen und ebenen Steinen ohne große Kanten.

Herzstück Kleiderkammer

Das Herzstück der neuen Begegnungsstätte bildet aber ganz klar die neue Kleiderkammer. In drei großen Räumen, aufgeteilt in eine Damen-, Herren- und Kinderabteilung, können nun Kleider günstig gekauft werden. Übersichtlich sortiert nach Größen ist es für die Besucher leicht, sich zu orientieren. Dienstags von 13 bis 17 Uhr kann dort eingekauft werden. Fünf Ehrenamtler kümmern sich um die Kleiderkammer, nehmen neue Sachen an, sortieren kaputte oder schmutzige Kleidung aus und helfen den Kunden bei der Wahl des richtigen Kleidungsstücks.

Die Kinder hatten für das Sommerfest der Einrichtung Lieder und Tänze einstudiert.

Übrigens: Weggeschmissen wird nichts. Das ist den Helfern wichtig. Beschädigte Kleidung geht zur Inneren Mission nach Russland, wo die Kleidung wieder in Stand gesetzt und an Bedürftige verteilt wird.

Die neue Begegnungsstätte öffnet ebenfalls einmal in der Woche. Dort soll laut Scholz zukünftig „soziale Beratung auf niedriger Schwelle“ stattfinden. Außerdem soll es dort regelmäßig Informationsveranstaltungen zu sozialen Themen geben. „Entstehen soll ein Angebote für unterschiedliche Interessen hinzu kommen interkulturelle Angebote wie zum Beispiel das Stadtteilfest. Ein weiteres großes Standbein des Awo-Ortsvereins sollen zudem die Reisen bleiben.

Bunter Kindergartenalltag

Während in den unteren Räumen die 98 Quadratmeter große Begegnungsstätte präsentiert wurde, zeigten oben die Kinder ihr Können. Wochenlang hatten sie sich auf den Festtag gefreut und Lieder und Tänze einstudiert, die sie stolz ihren Eltern und Großeltern präsentierten. Beispielsweise zeigten sie, wie bunt der Kindergartenalltag ist. Kinder aus vielen Nationen kommen täglich dorthin.

Das wurde nicht nur in den Liedern deutlich, sondern auch an dem großen Kuchenbuffet. Dort gab es Spezialitäten aus Deutschland, der Türkei, Polen, Russland und vielen weiteren Ländern. Während die Eltern es sich bei einer Tasse Kaffee gemütlich machten, gingen die Kinder auf eine spielerische Entdeckungsreise durchs Haus.

Aufgrund des Regens mussten alle Spiele ins Haus verlegt werden. „Wir mussten leider kurzfristig umdisponieren, weil das Wetter nicht so wollte wie wir“, erklärte Einrichtungsleiter Lothar Freerksema. Die Stimmung ließen sich davon jedoch weder Kinder noch Eltern vermiesen.

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