Bäckermeister „Charly“ stellt Gastro-Konzept vor

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Ende Februar kommenden Jahres wird Karl-Heinz Grote im Werdohler Bahnhof eine seiner Meinung nach im Märkischen Kreis einzigartige Filiale eröffnen. ▪

WERDOHL ▪ In einer mitreißenden Präsentation hat Bäckermeister „Charly“ Grote aus Langenholthausen gut einem Dutzend Ratsmitgliedern die Ausgestaltung seines gastronomischen Betriebs im Werdohler Bahnhof vorgestellt. Zuvor hatte sich „Goldbäcker“ Grote auch den kulturtreibenden Vereinen präsentiert.

„Es wird etwas ganz Besonderes für die Region“, lobte Grote die Entwürfe der Konzeptwerkstatt Merge. Der erste Entwurf eines normalen Ladenbauers habe ihm nicht gefallen, wegen der außergewöhnlichen Location des Bahnhofs wolle er dort auch gestalterisch etwas Ausgefallenes. „Rustikal, gemütlich, trendsicher, mit extravaganten Highlights“, so beschrieb Grote am Mittwoch die geplante Innenausstattung. Geöffnet wird die Gastronomie täglich von sechs bis 19 Uhr, längere Öffnungszeiten im Sommer seien auf jeden Fall möglich. In den warmen Monaten, so stellt es sich Grote vor, könne er draußen Cocktails und Longdrinks anbieten. „Dann braucht niemand mehr ins Extrablatt nach Lüdenscheid fahren“, meinte ein Kommunalpolitiker. Geplant war zunächst eine braune Retro-Bodenfliese, das erlaubte aber der Denkmalpfleger nicht. Stattdessen muss jetzt eine große hellgraue Betonfliese verlegt werden. Ob das Denkmalamt nicht zu kritisch an die Sache herangegangen sei, war eine Nachfrage seitens der CDU. Das verneinte Peter Erwig von der Stadt Werdohl, der Denkmalpfleger sei den Wünschen der Stadt so weit er könne entgegen gekommen. Dauerhaft ruhige Grundtöne seien verlangt worden, „nachgeahmte Dekore“ seien verboten, so Erwig.

Grote stellte weitere Details der Innenausstattung vor, so wird die Wand hinter der Treppe zur Empore mit dem Streckennetz der DB in Nordrhein-Westfalen gestaltet. 62 Plätze drinnen und 52 Außensitzplätze wird Grote anbieten, dabei wiederholte er seine Kritik an der Planung der Stadt: „Dafür sind 15 Parkplätze direkt vor dem Bahnhof viel zu wenig.“ Sorge vor Vandalismus und Angst vor Kaugummiflecken auf den hellen Steinen vor dem Bahnhof trieb Mitglieder von WBG und SPD um. Was die Frage aufwarf, ob das Gelände nicht mit Videokameras überwacht werden solle. Das sei bei öffentlichen Plätzen rechtlich sehr schwierig, sagte Erwig, vorerst sei nicht an eine solche Kontrolle gedacht. Allerdings seien entsprechende Kabel verlegt worden.

Von Volker Heyn

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