„Power und Erfahrung“

WERDOHL ▪ Naturwissenschaften können richtig spannend sein. Das bewiesen die Sechstklässler der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) am Samstagvormittag im Festsaal Riesei. Sie führten ein Theaterstück über den griechischen Physiker Archimedes auf, der den Gold-Gehalt der Krone des Herrschers Hieron II. prüfte, ohne das Schmuckstück aufzuschneiden. Von Michael Koll

Im Publikum saßen dabei potentielle künftige Mitschüler samt deren Eltern, die sich beim Tag der offenen Tür informierten, ob diese weiterführende Schule das richtige für ihre noch die Grundschulen besuchenden Sprößlinge sei.

Schulleiter Heinz Rohe betonte die Vorzüge seiner Lehranstalt: 50 Prozent der Zehntklässler hätten so zuletzt die Zugangsvoraussetzungen für die gymnasiale Oberstufe geschafft. „Die hatten bei Weitem nicht alle von ihnen am Ende der vierten Klasse empfohlen bekommen“, argumentierte Rohe. Das läge vielleicht daran, dass an der AEG das Abitur noch 13 Jahre dauere. „Unsere Schüler können sich langsam entwickeln.“

Zu Beginn des laufenden Schuljahres hatte die Gesamtschule ihr 20-Jähriges gefeiert. Doch einen Stillstand gebe es auch nach zwei Dekaden nicht. Neuerdings werde Spanisch an der Gesamtschule unterrichtet, listete Rohe weitere Vorteile auf. Die AEG biete in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern bilingualen Unterricht in Englisch. Und ab dem kommenden Schuljahr sollen spezielle Förderungen für Begabte in den Bereichen Sport und Mathematik eingeführt werden.

Weiter erläuterte Rohe, dass die pädagogische Einrichtung einen besonders hohen Erfolg bei Schülern mit Migrationshintergrund erziele, aufgrund eines gesonderten Trainings in der deutschen Sprache. Schließlich hätte das Lehrerkollegium „Power und Erfahrung“, lobte er seine Mitstreiter. Zum neuen Schuljahr erwarte er zudem noch neue Lehrer im Team. Ab Mitte Februar 2011 seien die Anmeldungen für neue Schüler möglich.

Im Anschluss an die Begrüßung erfolgten in den einzelnen Klassenräumen noch Unterrichtspräsentationen in ausgesuchten Fächern. Im Technik-Raum wurden etwa kleine Holz-Herzen ausgesägt. Im Kunst-Raum schufen Mädchen und Jungen mit Schwämmen, Fliesen und Kugeln interessante Bilder. Im Physik-Raum untersuchten die Jugendlichen die verschiedenen Wirkungen von Magneten. Außerdem gab es dort die Gelegenheit durch das Mikroskop die Oberflächen-Beschaffenheit einer CD zu betrachten. Schließlich konnte ein Modell eines menschlichen Auges in seine Bestandteile zerlegt werden. Waffeln und Kuchen sowie Kaffee gab es in der Mensa.

Zur Begrüßung ihrer unmittelbaren Nachfolger hatten die Noch-Fünftklässler im Festsaal am Morgen musikalisch brilliert. Zu hören gab es „Alles nur geklaut“ von Die Prinzen, „99 Luftballons“ von Nena sowie die beiden Evergreens aus dem Dschungelbuch „Probiers's mal mit Gemütlichkeit“ vom Bären Balou und „Ich wär' so gern wie Du“ vom Affen King Louis.

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