Positive Auswirkungen der energetischen Maßnahmen

„Einzelobjektbetrachtung“: Der Verbrauch und die Energiekosten der Sporthalle Ütterlingsen werden im Bericht dargestellt.

WERDOHL ▪ Das Gebäudemanagement hat jetzt erstmals einen Energiebericht für städtische Gebäude vorgelegt.

Darin will der Leiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement, Thomas Schröder, „einen besseren und systematischen Überblick über die energetische Situation in den städtischen Gebäuden“ liefern. Damit könnten Handlungskonzepte für energetische Maßnahmen entwickelt werden. Zugleich soll deren Effektivität überprüfbar werden – was beispielhaft in dem Energiebericht für das Jahr 2010 erfolgt, in dem Daten ab 2007 verglichen werden. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung wird sich mit dem Zahlenwerk am 25. Mai ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses befassen.

Ein Gesamtüberblick über den Energie- und Wasserverbrauch zeigen die aktuellen Kosten. Dabei werden die Zahlen jeweils ins Verhältnis zu den Werten der vergangenen Jahre gesetzt. In die Auswertung fließen laut dem Gebäudemanagement-Team alle städtischen Gebäude ein, die zu eigenen Zwecken genutzt werden. Hinzu kommen die Verbrauchszahlen der städtischen Gebäude mit Mischnutzung, soweit die Energiekosten überwiegend von der Stadt Werdohl getragen werden und schließlich seien auch die Verbrauchswerte angemieteter Räume berücksichtigt. Absolut betrachtet belief sich demnach der Energieverbrauch in 2010 auf 10 707,90 Megawattstunden Wärme, 1233,42 MWh Strom und 17490,86 Kubikmeter Wasser. Für Wärme zahlte die Stadt rund 566  271 Euro, für Strom 199 126 Euro und für Wasser 49 341 Euro.

In dem 43 Seiten umfassenden Werk, das mit reichlich Zahlen und einigen Grafiken angereichert ist, wird die Summe der energetischen Unterhaltungsmaßnahmen von 2007 bis 2010 auf rund 2,6 Millionen Euro beziffert. In einer Einzelobjektbetrachtung wird dann exemplarisch gezeigt, welchen Nutzen diese mit sich brachten. So habe sich durch das Anbringen des Wärmedämmverbundsystems an das Schulgebäude Königsburg im vergangenen Sommer eine geringe Kosten- und Energiereduzierung bezogen auf den Heizungsverbrauch bereits letztes Jahr bemerkbar gemacht.

Ein weiteres Beispiel: Die ebenfalls aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanzierten energetischen Sanierungsmaßnahmen würden bei der Sporthalle Ütterlingsen greifen. „Der bereinigte Gasverbrauch sank um 26 Prozent gegenüber 2009. Die Heizkosten sanken um 25 Prozent gegenüber 2009“, wird in dem Bericht unterstrichen. Auch der Stromverbrauch sank demnach um neun Prozent zu 2009, der Wasserverbrauch um sieben Prozent. Die Stadt sieht weitere Möglichkeiten, den Verbrauch zu senken. „Ein neues gedämmtes Dach und ein Wärmeverbundsystem würden ebenfalls noch eine Kostenreduzierung mit sich bringen; jedoch bei relativ hoher Amortisationszeit.“

Dass bei der Bewertung der Verbrauchszahlen und Kosten verschiedene Aspekte beachtet werden, wird in dem Bericht unterstrichen. So wirke sich die Einführung des Offenen Ganztags auf den Energieverbrauch aus.

Marco Fraune

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