Kriminalitätsstatistik 2018

In Werdohl, Neuenrade und Balve ist das Leben sicherer geworden

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Weniger Diebstähle als im Vorjahr ereigneten sich 2018 laut polizeilicher Kriminalitätsstatistik in Werdohl, Neuenrade und Balve.

Werdohl/Neuenrade/Balve – Das Leben in Werdohl, Neuenrade und Balve ist sicherer geworden. Das zumindest ist das Ergebnis der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2018, die die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Mittwoch veröffentlicht hat.

In allen drei Kommunen ging die Zahl der Straftaten zurück.

Werdohl

In Werdohl ereigneten sich vor allem weniger Diebstähle. Von 278 im Jahr 2017 reduzierte sich die Fallzahl im Vorjahr auf 219. Aufgeklärt werden konnte allerdings nur jeder fünfte Diebstahl.

Bei den Wohnungseinbrüchen liegt die Quote mit 15,4 Prozent sogar noch einmal niedriger. 13 Taten notiert die Statistik für 2018 und damit zehn weniger als ein Jahr zuvor.

Leicht zugenommen auf zuletzt 33 Fälle haben dagegen die schweren beziehungsweise gefährlichen Körperverletzungen. Mit einer Quote von 97 Prozent wurden aber zumindest fast alle Taten aufgeklärt. Die Gesamtzahl der Körperverletzungen erhöhte sich ebenfalls geringfügig auf 146 bei einer Aufklärungsquote von 94,5 Prozent.

Nahezu unverändert ist die Zahl der Sexualdelikte mit elf (2017: zwölf) Fällen. Die Aufklärungsquote erhöhte sich allerdings deutlich um gut 15 auf jetzt 90,9 Prozent.

Raubdelikte weist die Statistik für Werdohl 2018 fünf und damit drei weniger als 2017 aus. Hier lag die Aufklärungsquote im Vorjahr bei 60 Prozent. Leicht rückläufig war mit 176 Taten auch der Bereich der Straßenkriminalität. Die Aufklärungsquote verdoppelte sich zwar fast, bleibt mit 29 Prozent aber weiterhin in einem niedrigen Bereich.

Neuenrade

Auch für Neuenrade vermeldet die Polizei für 2018 weniger Diebstähle. Mit 80 (darunter sechs Wohnungseinbrüche) ereigneten sich 14 Fälle weniger als im Jahr 2017. Die Aufklärungsquote ist mit 20 Prozent allerdings auch in der Hönnestadt eher gering.

Ebenfalls erfreulich ist der Rückgang der Körperverletzungen um 15 auf 39 Taten. Die Anzahl der schweren/gefährlichen Körperverletzungen halbierte sich fast auf noch neun. Die Aufklärungsquote lag jeweils um die 90 Prozent.

Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den Rauschgiftdelikten aus. Zehn waren es im vergangenen Jahr mit einer Aufklärungsquote von 90 Prozent, nachdem sich 2017 gleich 56 Fälle ereignet hatten.

Jeweils nahezu unverändert geblieben sind die Fallzahlen für Sexualdelikte (2), Raub (1), Computer- (13) und Straßenkriminalität (55).

Balve

In der Statistik für Balve macht sich die Einbruchserie zum Ende vergangenen Jahres deutlich bemerkbar. Gab es 2017 lediglich einen Wohnungseinbruchdiebstahl, so weist die Statistik für 2018 gleich zehn Einbrüche beziehungsweise Einbruchversuche aus, von denen zumindest jeder dritte aufgeklärt werden konnte. Die Gesamtzahl aller Diebstähle ist mit 77 (2017: 89) aber auch in Balve rückläufig.

Leicht auf 30 erhöht hat sich die Zahl der Körperverletzungen, von denen mit 90 Prozent allerdings der Großteil durch die Polizei aufgeklärt wurde.

Sogar auf eine 100-Prozent-Quote verweisen kann die Polizei bei den sieben Sexualdelikten (2017: sechs).

Deutlich rückläufig mit einem Minus von 23 auf zuletzt 54 Fälle ist der Bereich der Straßenkriminalität. Die Aufklärungsquote liegt hier mit 13 Prozent allerdings in einem fast nicht nennenswerten Bereich.

Mit knapp 77 Prozent konnte dagegen der Großteil der Rauschgiftdelikte aufgeklärt werden. Hier reduzierte sich die Gesamtzahl um zehn auf 13 Fälle.

Kreisgebiet

Der Trend in Werdohl, Neuenrade und Balve bestätigt sich kreisweit. Für jede der 15 Kreiskommunen vermeldete die Polizei am Mittwoch sinkende Fallzahlen. So ereigneten sich 2018 im Märkischen Kreis noch 21 477 Straftaten – und damit gut 2700 weniger als ein Jahr zuvor.

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