Überfälle auf Casinos aufgeklärt

Die Polizei konnte die Raubüberfälle in Werdohl und Balve jetzt aufklären.

WERDOHL ▪ Intensive Ermittlungen führten jetzt zum Erfolg: Bei zwei Wohnungsdurchsuchungen in Werdohl fand die Polizei am Dienstag unter anderem Beweismittel, die zur Klärung des schweren Raubes Anfang des Monats in Balve im dortigen „Casino Balve“ führten. Bei dem Überfall war die Servicekraft des Casinos gegen 4 Uhr mit einem Messer bedroht und beraubt worden, wobei der Täter im Anschluss in den vor dem Casino wartenden, auffälligen blauen Fluchtwagen mit silbernen Streifen auf der Motorhaube stieg und unerkannt in Richtung Werdohl flüchten konnte.

Zwei Tage später hatten gleich zwei mit Messern und Masken vermummte Räuber die Werdohler Spielhalle „Oase“ überfallen. Gegen 23 Uhr waren sie hinein gestürmt und hatten die 49-jährige Servicekraft bedroht; ein noch anwesender Gast war ebenfalls mit einem Messer in „Schach gehalten“ worden. Mit der Beute in Höhe eines kleinen Bargeldbetrages waren die Räuber zunächst entkommen. Über drei Wochen wurden durch die Kriminalpolizei in Iserlohn und Lüdenscheid intensive Ermittlungen gegen den dicklich beschriebenen 20-jährigen Werdohler sowie dessen Umfeld durchgeführt.

Nach der Festnahme gestand der Haupttäter, beide Spielhallen überfallen zu haben. Im Verlauf der Ermittlungen wurden, so berichtet die Polizei, noch am gleichen Tag zwei weitere für den Raub in Werdohl benannte Mittäter festgenommen.

Aufgrund seines Geständnisses wurde der Haupttäter aus Balve bereits beim Amtsgericht Menden vorgeführt; ein Untersuchungshaftbefehl wurde erlassen. Am Mittwoch Nachmittag wurde der ebenfalls 20-jährige und einschlägig bei der Polizei und den Gerichten wegen Raubtaten und Eigentumsdelikten bekannte Mittäter wegen des Überfalls in Werdohl beim Haftrichter in Lüdenscheid vorgeführt. Auch hier wurde die Untersuchungshaft angeordnet. Ein für die beiden Raubüberfälle in Balve und Werdohl ermittelter 19-jährige Mittäter und Helfer wurde nach seinen teilgeständigen Einlassungen und Rücksprache mit dem Staatsanwalt aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Alle drei Männer haben sich demnächst für die Raubstraftaten vor dem Amtsgericht, beziehungsweise dem Landgericht zu verantworten. Als Motiv gaben sie chronischen Geldmangel an. Nach den Taten hatten sie von der Beute Drogen gekauft und konsumiert.

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