Werdohlerin (55) zwei Mal mit Alkohol am Steuer

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Werdohl - Ein intensiver Kontakt mit der Polizei auf dem Lidl-Parklatz hätte eine stark alkoholisierte Werdohlerin (55) eigentlich davon abhalten müssen, ihr Auto anschließend auch noch über die Derwentsider Straße zu steuern – nunmehr zusätzlich ohne Fahrerlaubnis.

Stattdessen folgte sie ihrer fatalen Eingebung, dass sie den Wagen auf dem Weg nach Hause doch „mitnehmen“ müsse und fiel den Beamten erneut in die Hände. Bei der ersten Runde ergab die Blutprobe einen Wert von 2,22 Promille – eine Stunde später waren es nach der zweiten Fahrt immer noch knapp zwei Promille.

Was die Angeklagte im Amtsgericht Altena dazu zu sagen hatte, war wohl eher nicht als Entschuldigung gedacht: „Ich hatte eine ganz beschissene Woche davor. Da habe ich mich volllaufen lassen.“

Ja, sie habe ein Alkoholproblem, bestätigte die 55-Jährige auf Nachfrage. Der Vorfall hatte sie aber offenbar nachhaltig beeindruckt: „Seitdem habe ich nichts mehr getrunken.“

„Besonders dreist“, nannte der Staatsanwalt die Fortsetzung der Trunkenheitsfahrt und beantragte wegen einer fahrlässigen und einer vorsätzlichen Trunkenheitsfahrt eine Gesamtgeldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 60 Euro.

Richter Dirk Reckschmidt urteilte entsprechend und bestätigte auch die zusätzlich beantragte Führerscheinsperre von 18 Monaten. Die Angeklagte akzeptierte das Urteil noch im Gerichtssaal.

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