Mutter erhebt Vorwürfe

Zwei Siebtklässlerinnen der Gesamtschule Werdohl verprügelt

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Werdohl - Treten, Schlagen, Ziehen an den Haaren - die Mutter einer verletzten Siebtklässlerin der Werdohler Albert-Einstein-Gesamtschule erhebt nach einer Schlägerei auf dem Pausenhof schwere Vorwürfe. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei ermittelt in einem Fall von Körperverletzung, der sich am Freitagmorgen auf dem Schulhof der Albert-Einstein-Gesamtschule am Riesei zugetragen haben soll. Opfer sollen zwei Mädchen im Alter von zwölf beziehungsweise 14 Jahren gewesen sein.

Die beiden Siebtklässlerinnen sollen gegen 10 Uhr von mehreren ungefähr gleichaltrigen Mitschülerinnen durch Ziehen an den Haaren, durch Schlagen und Treten verletzt worden sein.

Die Mutter eines der betroffenen Mädchen hatte den Vorgang durch ein Posting mit drastischen Worten im Internet öffentlich gemacht. Darin hatte sie der Schule schwere Verwürfe gemacht und auch Vornamen von einigen der mutmaßlichen Täterinnen genannt.

Lehrer hätten nicht beziehungsweise zu spät eingegriffen, hatte die Mutter behauptet, an der AEG komme es häufiger zu solchen Vorfällen und zu Mobbing. Die Schule unternehme nichts gegen die Täter, sagte die Mutter auch im Gespräch mit der Redaktion.

Schulleiter nimmt Lehrer in Schutz

Schulleiter Reinhard Schulte räumte im Gespräch mit der Redaktion ein, dass es am Freitagmorgen an seiner Schule zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Schülern gekommen sei, bei der zwei Mädchen zu Schaden gekommen seien.

Den Vorwurf, der Aufsicht führende Lehrer habe nicht eingegriffen, ließ er aber nicht gelten: „Der Kollege hat sofort eingegriffen, als er die Situation erkannt hat und hat die beiden Mädchen herausgenommen“, versicherte er.

Schule leitet Maßnahmen ein

An der AEG werde Gewalt grundsätzlich nicht toleriert. „Das habe ich auch den Müttern der beiden Mädchen gesagt, als wir am Freitag über den Vorfall gesprochen haben“, erklärte Schulte.

„Ich will auch überhaupt nichts verharmlosen. Das war ein schwerer Vorfall und entsprechend werden auch unsere Maßnahmen aussehen. Wir haben bereits schulische Maßnahmen eingeleitet“, sagte der Schulleiter weiter und verwies auf die Möglichkeiten, die das Landesschulgesetz biete.

Darin ist geregelt, welche Möglichkeiten der erzieherischen Einwirkung und Ordnungsmaßnahmen eine Schule in solchen Fällen hat. Sie reichen von einem schriftlichen Verweis bis zum Ausschluss von allen öffentlichen Schulen des Landes. Allerdings würden solche Sanktionen zum Schutz der Kinder niemals öffentlich gemacht.

Sogar gefährliche Körperverletzung?

Unabhängig von den schulischen Maßnahmen ermittelt aber auch die Polizei, wo die Mütter der beiden geschlagenen Mädchen Anzeige wegen Körperverletzung erstattet haben.

„Möglicherweise geht es sogar um gefährliche Körperverletzung, wenn die Mädchen auch noch getreten worden sind“, sagte Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski. Das allerdings müssten die weiteren Ermittlungen ergeben. Die Polizei werde nun versuchen, die Beschuldigten ausfindig zu machen und zu den Vorgängen zu befragen.

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