Erweiterungen der Gewerbegebiete Dresel und Rosmart

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Werdohl - Der Märkische Kreis und die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) hatten im Mai vor zwei Jahren ein Kölner Büro beauftragt, nach neuen Flächen für Industrie und Gewerbe im gesamten Kreisgebiet zu suchen. Demnach gibt es für das Werdohler Stadtgebiet nur zwei Flächen, die dafür überhaupt in Frage kommen.

Eine Erweiterung des Gewerbeparks Rosmart und eine Vergrößerung des Gewerbegebiets Dresel wären in Werdohl möglich. Kleinere Brachflächen oder ungenutzte Grundstücke spielen bei diesen Betrachtungen keine Rolle.

Die Planungen des Kreises sind ein Hilfsangebot für die Städte und Gemeinden. Die Planungshoheit bleibt vollständig in der Hand der Städte. Der Kreis bittet lediglich alle Städte um eine geschlossene Zustimmung zu dem Gesamtprojekt bis zu den Sommerferien. Damit könne politischer Nachdruck auf die Genehmigungsbehörden entstehen.

Die genaueren Ansätze für Werdohl will GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am Dienstag, 30. Mai, (Rathaus, öffentliche Sitzung) vorstellen. Der Werdohler Rat soll am 26. Juni beschließen, dass die Verwaltung auf Grundlage dieser Planungen die Flächen rund um Rosmart und in Dresel weiter auf Eignung untersucht.

Zusätzlicher Flächenbedarf

Das jetzt vorliegende Kölner Gutachten hat für den Märkischen Kreis einen zusätzlichen Flächenbedarf bis zum Jahre 2035 von etwa 560 Hektar ermittelt. Dem gegenüber stehen lediglich 536 Hektar Flächenreserven – theoretisch.

Realistischerweise stehen nur 396 Hektar zur Verfügung, wenn Flächen wegen technischer Beschränkungen, bereits fest geplanter Bebauungen oder mit Umweltrestriktionen abgezogen werden. Von diesen 396 Hektar sind 127 Hektar bereits betrieblich gebunden, 173 Hektar liegen in Fremdeigentum. Dennoch wird von einer Flächenreserve von 396 Hektar ausgegangen, weil nicht klar ist, ob sich die Einschränkungen der betrieblichen Bindung und des Privateigentums auf das Gewerbeflächenangebot auswirken.

Regionalplanerisch schwierig

Kreisweit haben die Kölner Gutachter Suchflächen in der Größenordnung von 864 Hektar identifiziert. Große Teile seien regionalplanerisch als problematisch einzuschätzen. Das liege allerdings im Entscheidungsspielraum der Kommunen und der Genehmigungsbehörden, welche Prioritäten später tatsächlich gesetzt werden sollen. Das Konzept liefere die Grundlage für den weiteren Planungsprozess.

Die GWS weist auch darauf hin, dass bei interkommunalen Lösungen auch Flächen zulässig sind, die nicht zwingend im Grenzgebiet der Kommune liegen müssen. Ein Suchraum liegt südlich vom Gewerbepark Rosmart, östlich und westlich der L 694. Eine Fläche zwischen 33 und 42 Hektar komme hier in Betracht.

Die Untere Wasserbehörde weist darauf hin, dass Teile des Suchraums in der Wasserschutzzone II der Fuelbecker Talsperre liegen und eine Gewerbefläche hier nahezu ausgeschlossen ist. 10 Hektar gibt der Suchraum östlich von Dresel her, hier ist ausschließlich Wald.

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