Platzprobleme im Bahnhof

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KKF-Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Hultsch.

WERDOHL - „Trotz der wunderschönen Neuausrichtung des Bahnhofgebäudes haben wir ein großes Raumproblem“, sagte Dr. Hans-Joachim Hultsch am Mittwoch in der Sitzung des Kulturausschusses.

Eigentlich sollte der Vorsitzende des „Kleinen Kulturforums Werdohl“ (KKF) das Konzept des Vereins vorstellen, das aber sei „nach so kurzer Zeit nicht möglich gewesen“. Stattdessen rückte er vor dem Gremium des Ausschusses das mit seinen Worten „,mangelnde Platzangebot bei größeren Veranstaltungen“ in den Fokus der Versammlung.

Bereits bei dem Herbstkonzert der Holzbläserklasse der Musikschule Lennetal im Oktober hätten einige Gäste keinen Platz in der Bahnhofshalle finden können, so Hultsch. „In der Planung weiterer Veranstaltungen macht uns dieses Problem wirklich zu schaffen.“ Zwar zeige sich Karl-Heinz Grote, Inhaber der im Bahnhof ansässigen Bäckerei, stets kooperativ, wenn Mobiliar verrückt werden müsse. Das allein aber behebe das Problem nicht. „Wir müssen Räume haben, in denen wir Veranstaltungen stattfinden lassen können“, so Hultsch weiter. Und das ohne erheblichen körperlichen Arbeitsaufwand.

Auch in den oberen, zumeist kleinen Räumen des Gebäudes sei es schwierig, Ausstellungen mit einem ausreichenden Platzangebot für Künstler und auch Gäste zu organisieren. Hultsch: „Wenn die Künstler sich im Vorraum der Toilette umziehen oder vorbereiten müssen, sind Unstimmigkeiten programmiert.“ Derzeit wüssten die ehrenamtlichen Mitglieder des KKF nicht, ob sie ohne ein ausreichendes Platzangebot ein attraktives Programm in den Räumen des Bahnhofs schaffen können. „Vielleicht haben wir während der Planungsphase geschlafen“, mutmaßte der Vorsitzende, wisse er aber um den engen Kostenrahmen während der Bauphase. Nun sei man umso mehr gefordert, diese Fehler irgendwie wieder auszugleichen, ohne sich der Lächerlichkeit preis zu geben.

Sowohl Bürgermeister Siegfried Griebsch als auch der Ausschussvorsitzende Dirk Middendorf sagten Hans-Joachim Hultsch Unterstützung bei der Bewältigung und Organisation der Problematik zu. Griebsch aber betonte: „Das Gebäude stellt uns nun mal vor bauliche Herausforderungen, denen wir uns nun gemeinsam stellen müssen.“

Trotz der Raumsituation sind die Mitglieder des KKF dennoch optimistisch: „Wir haben keine Angst vor der Zukunft, aber wir bitten um Zeit.“

Von Friederike Domke

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