Pläne für den Brüninghaus-Platz

Das Publikum bekam unter anderem die Möglichkeit, das Pflastermaterial in Augenschein zu nehmen. - Foto: Jentzsch

Werdohl - Im Rahmen einer Informationsveranstaltung bezüglich der Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes und der Erstellung einer so genannten Lennespange, die den Platz mit der Lenne verbinden wird, stellten die Mitarbeiter der „Steg“ (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW) am Donnerstagabend eine Fertigstellung für November 2015 in Aussicht.

Und offensichtlich interessiert sich die Bevölkerung für das Projekt, denn der Bürgerhaussaal war noch deutlich besser besucht als es die Veranstalter erwartet hatten.

Zu Beginn ließ das Steg-Team die bisherigen Entscheidungsschritte Revue passieren, angefangen bei dem planerischen Wettbewerb und dem Sammeln von Vorschlägen, die die Bevölkerung gemacht hatte. Letztlich gelang es den beteiligten Entscheidungsträgern einen Großteil der Ideen und Wünsche umzusetzen – stets mit Blick auf Kosten, Nutzen und Umsetzbarkeit. Im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Platzes zeigten die Steg-Mitarbeiter Fotos einer möglichen Realisierung. Dabei bezog man sich zum Beispiel auf das Wasserspiel aber auch auf die Ausgestaltung des Übergangs der Spange zum Lenneufer.

Naturnah solle die Lösung sein und damit den Vorgaben der zuständigen Behörden entsprechen. Zudem wurden Muster des ausgesuchten Pflastermaterials herumgereicht – ein Punkt, zu dem etliche Fragen aus dem Publikum gestellt wurden. Wie pflegeleicht ist das Produkt aus China? Wie sieht das Fugenbild aus? Wie sieht es mit der Langlebigkeit aus? Was unterscheidet den Natur- vom Betonstein? Es entwickelte sich eine ebenso rege wie konstruktive Diskussion. Auf die meisten Fragen hatten die Referenten Antworten oder wurden von Bernd Mitschke und Peter Erwig von der Stadtverwaltung unterstützt.

Bernd Mitschke half mit seinem Fachwissen aus.

Die Belebung des Platzes, die Installation einer Infrastruktur, die eine intensivere Nutzung des Raums (Konzert oder Feste) ermöglicht, standen ganz oben auf der Liste. Der Wunsch nach Spielelementen im Bereich des Platzes wurde ebenfalls geäußert, darauf verzichteten die Planer, um die Attraktivität des Goethe-Spielplatzes nicht zu schmälern. Augenscheinlich gingen alle Beteiligten sehr umsichtig bei der Planung zu Werke und steckten viel Arbeit selbst in kleine Details.

Deshalb gerieten die Referenten auch nicht aus dem Konzept, als ein Zuhörer sich dahingehend äußerte, dass die Zeichnungen mit den Luftbildaufnahmen nicht hundertprozentig übereinstimmen würden. Dabei bezog er sich auf den Bereich des Übergangs der Goethestraße. „Das ist korrekt“, bestätigte der Steg-Mitarbeiter und erklärte hierzu, dass der Straßenverlauf im Bereich der Einmündung ins Alte Dorf leicht verändert würde. So wäre sichergestellt, dass die Spange ihre Breite behalte und zudem die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet ist.

Im Laufe des Abends kamen noch weitere Aspekte zur Sprache. Die interessierten Besucher erkundigten sich nach der Finanzierung des Projektes, fragten zum Beispiel nach, ob an eine E-Bike-Station gedacht worden wäre oder wie man die Sitzgelegenheiten vor Beschädigungen etwa durch Skateboarder schützen könne. Unterm Strich ein informativer Abend, in dessen Verlauf die meisten Fragen beantwortet wurden und die Veranstalter dem Publikum ein umfassender Überblick über das Vorhaben vermittelt haben. -von Markus Jentzsch

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