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Pläne für den Lennebogen: Fachbereichsleiter tritt die Euphoriebremse

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Von: Volker Griese

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Die Aussichtsplattform in Schiffsform wird (noch) nicht gebaut.
Die Aussichtsplattform in Schiffsform wird (noch) nicht gebaut. © Graumann, Tanja

Der Plan vom „Naturerlebnis Lennebogen“ soll noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden. Das hat Fachbereichsleiter Thomas Schroeder in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) noch einmal betont. Allerdings dämpfte er auch die Erwartungen.

Werdohl – Der Auftrag zur Umsetzung sei mittlerweile vergeben, erinnerte Schroeder daran, dass der Vergabeausschuss den Auftrag für die Planungsleistungen dem Bad Sassendorfer Planungsbüro Berger erteilt hatte, das im vergangenen Jahr bereits ein Konzept für eine Aufwertung des beliebten Rad- und Spazierweges zwischen dem Parkplatz an der Goethestraße und dem Ütterlingser Bahntunnel entwickelt hatte.

In diesem Konzept war unter anderem eine Aussichtsplattform in Gestalt eines Schiffsrumpfes enthalten gewesen, die über die Soppemündung gebaut werden sollte, aber auch die Entfernung eines nicht mehr benutzten Bahngleises, damit mehr Tageslicht auf den unter der Bahnbrücke verlaufenden Weg fallen kann.

Die Instandsetzung des Klettersteigs, eine Umrandung für die Boule-Bahn, das Aufstellen neuer Möbel, ein offener Holzpavillon als Wetterschutz und eine öffentliche Toilette an der Altenaer Straße standen ebenfalls im ursprünglichen Konzept.

Grüne Infrastruktur

All dies werde nun aber nicht – noch nicht – realisiert werden können, trat Fachbereichsleiter Schroeder in der Ausschusssitzzung auf die Euphoriebremse. Weil die Aufwertung des Lennebogens mit Fördermitteln des Landes aus dem Programm „Grüne Infrastruktur“ finanziert werde, könnten nur diejenigen Teile des Konzeptes verwirklicht werden, die die Kriterien dieses Förderpogramms erfüllen.

Es werde sich also im Wesentlichen um Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen sowie die Schaffung von Zugängen zur Lenne handeln. Was die übrigen Bausteine des Konzeptes angeht, die nicht der Verbesserung der grünen Infrastruktur dienen, sagte Schroeder: „Wir müssen weitere Fördertöpfe suchen, um Schritt für Schritt voranzukommen.“

Die Verbesserung der grünen Infrastruktur solle aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr erfolgen, betonte Schroeder. Das sei auch im Förderprogramm explizit vorgesehen. „Wir stehen also unter großen Zeitdruck, deshalb soll die Planung auch bis Ende Juni fertig sein“, erklärte Schroeder. Die Vergabe der Arbeiten zur Umsetzung der Planung könne dann eventuell im September erfolgen, die Umsetzung selber sei ab Oktober denkbar.

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