Pistole vom Gericht eingezogen

Werdohler schießt wegen eines Eimers Spülwasser

Altena/Werdohl - Erschrocken über den Rambo in sich selber zeigte sich  am Donnerstag, 19. März, ein 24-jähriger Werdohler im Amtsgericht Altena.

Der Mann hatte zur Schreckschusspistole gegriffen und zweimal abgedrückt, nachdem er am 18. Oktober eine Autofahrt auf der Hagener Straße in Altena abrupt hatte unterbrechen müssen. „Kurz vorher war etwas auf die Straße geflogen.“

Laut Anklage, die dem jungen Mann einen Verstoß gegen das Waffengesetz und eine Bedrohung vorwarf, schoss er dabei in Richtung des Geschädigten. Dieser hatte nach seinen Angaben lediglich einen Eimer mit Spülwassser ausgegossen. „Es war eine Kurzschlusshandlung, nachdem ich plötzlich hatte bremsen müssen“, erklärte der reuige Angeklagte und versicherte. „Ich habe zweimal in den Himmel geschossen und nicht in Richtung des Geschädigten.“ Dass die sichergestellte Pistole endgültig eingezogen wurde, kam den Plänen des Angeklagten entgegen: „Das war das erste und letzte Mal. Ich habe das so bereut.“

Der Staatsanwalt mahnte dennoch: „Sie kaufen sich keine Schreckschusspistole mehr!“ 500 Euro kostet den Angeklagten nun sein Auftritt. Wenn diese bezahlt sind, wird das Verfahren endgültig eingestellt. von Thomas Krumm

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