Turbulente Geburtstagsfeier mit dem stärksten Mädchen der Welt

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In der Villa Kunterbunt ging es ganz schön rund. Vor rund 260 Besuchern inszenierte das Wittener Kinder- und Jugendtheater im Festsaal Riesei das Stück „Pippi Langstrumpf feiert Geburtstag.“

Werdohl - Mit einem Bühnen-Klassiker hat das Wittener Kinder- und Jugendtheater am Freitagnachmittag rund 260 kleine und große Besucher begeistert: Das stärkste Mädchen der Welt feierte Geburtstag.

Der Traum vieler Kinder ging am Freitag im Festsaal Riesei in Erfüllung: Sie konnten dabei sein, als es richtig rund ging in der Villa Kunterbunt. Denn Pippi Langstrumpf, das freche Mädchen mit den abstehenden roten Zöpfen, feierte seinen Geburtstag. Und jedes Kind weiß: Wenn Pippi feiert, dann sind die Regeln der Erwachsenen außer Kraft gesetzt.

Bevor aber die große Torte auf den Tisch kam, musste Pippi noch die Einbrecher Donner-Karlson und Blom in die Flucht schlagen, das strenge Fräulein Prysselius überlisten und den einfältigen Polizisten Klang austricksen.

Die Zuschauer wurden Zeugen, wie Pippi vor dem großen Fest die Villa Kunterbunt auf recht unkonventionelle Weise aufräumte, einen recht merkwürdig formulierten Brief an sich selbst schrieb und ihr Bett zum Piratenschiff umfunktionierte. Und sie konnten verfolgen, wie sich die Freundschaft zwischen den offenbar konservativ erzogenen Kindern Tommy und Annika einerseits und der alle Freiheiten genießenden Pippi andererseits entwickelte.

"Pippi Langstrumpf feiert Geburtstag" im Festsaal Riesei

Mit ihrer ganz eigenen Sicht auf die Welt und ihrem Lebensmotto „Das Leben muss Spaß machen“ riss Pippi ihre beiden Freunde auf der Bühne ebenso mit wie ihre vielen kleinen und großen Fans im Zuschauerraum.

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater setzte das Stück, das sich an dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren orientierte, mit viel Musik in Szene. Schade nur, dass die Musik in einigen Passagen etwas zu laut aus den Lautsprechern dröhnte, sodass der Gesang der Schauspieler nicht gut zu verstehen war.

Erfrischend war dagegen, dass sich die musikalische Untermalung nicht auf das allseits bekannte Pippi-Langstrumpf-Lied („Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune...“) beschränkte, sondern mit eigenen Akzenten überraschte.

Ganz fehlen durfte das fetzige Lied nach der Melodie des schwedischen Jazzmusiker Jan Johansson aber natürlich auch nicht. Das Wittener Kinder- und Jugendtheater hatte es sich für die Schlussszene aufbewahrt, die auch noch ein wenig Sentimentalität in die rund einstündige Inszenierung brachte: Zur Überraschung aller stand nämlich Pippis Vater mit einer überdimensional großen Geburtstagstorte vor der Tür.

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