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Picknick am Fluss: Stadt lässt „Versuchsballon“ aufsteigen

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Von: Michael Koll

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Haben sich schon einmal einen Platz ausgesucht, wo sie kommende Woche ihre Decke ausbreiten könnten: Joachim Hoffmann (v. l.), Fabienne Glänzel und Lutz Hoffmann.
Haben sich schon einmal einen Platz ausgesucht, wo sie kommende Woche ihre Decke ausbreiten könnten: Joachim Hoffmann, Fabienne Glänzel und Lutz Hoffmann (von links). © Michael Koll

 „In großen Städten, ist es üblich, dass die Leute zum Feierabend eine Decke, etwas zu essen und ein paar Getränke einpacken und zum Fluss gehen – sei es der Main oder der Rhein“, hat Fabienne Glänzel beobachtet. „Dort treffen sich dann alle, um miteinander über den Tag zu sprechen.“

Werdohl ‒ Genau das will die neue städtische Kulturbeauftragte nun auch in Werdohl etablieren. „Schließlich gibt es so viele schöne Fleckchen entlang der Lenne“, hat sie in ihren ersten Arbeitswochen festgestellt. „Ich gehe eigentlich jeden Tag in meiner Mittagspause auf der Lennepromenade spazieren“, erzählt sie. Auch dem Vorsitzenden des städtischen Kulturausschusses, Lutz Hoffmann (CDU), hat sie von ihrer Idee erzählt – sowie dem Mit-Organisator des ersten Repke-Rock-Festivals, Joachim Hoffmann, der als einfacher Bürger nun auch bei der daraus resultierenden neuen Veranstaltungsform dabei ist.

„Donnerstags an der Lenne“ wollen die drei das nennen, was Lutz Hoffmann nun als „Versuchsballon“ bezeichnet. Zunächst zwei Mal möchten die Initiatoren die Bevölkerung einladen, mit ihnen an der Lenne zu picknicken.

Die Premiere soll am Donnerstag, 11. August, von 19 bis 22 Uhr über die sprichwörtliche Bühne gehen – konkret auf der Wiese kurz vor dem Ende der Lennepromenade, von wo aus es links hinter der Schranke zum Kletterfelsen und rechts in die Altenaer Straße geht. Eine zweite Auflage soll 14 Tage später zur selben Uhrzeit im Westpark für drei vergnügliche Stunden sorgen.

Die beiden – nicht miteinander verwandten – Hoffmänner sowie Glänzel sorgen für einen Toilettenwagen und für ausreichend Mülleimer. „Auch leise, chillige Musik werden wir aus der Konserve abspielen lassen“, verrät Joachim Hoffmann.

Sein Namensvetter Lutz blickt bereits ins kommende Jahr: „Wenn das jetzt ein Erfolg wird, können wir ja nächste Saison vielleicht auch Livemusiker und andere Kleinkünstler donnerstags zu uns an die Lenne einladen.“

Gedacht ist die ganze Aktion folgendermaßen, erläutert Joachim Hoffmann: „Jeder bringt etwas mit – und dann tauschen die Teilnehmer Bier gegen Wein, Krautsalat gegen Nudelsalat untereinander.“ Nur offenes Feuer sei nicht erwünscht – also keine Grills.

Bei der Premiere könnten die Teilnehmer mit Blick auf die nahe Lennefontäne miteinander ins Gespräch kommen. „Und vielleicht entstehen dabei dann ja noch ganz andere Ideen für die Stadt“, ist Glänzel ganz offen für einen Austausch mit den Bürgern in lockerer Atmosphäre.

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