Pfarrer Kuhlo-Schöneberg verabschiedet

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Nach dem Gottesdienst nutzen viele Gläubige die Möglichkeit, sich persönlich vom Pfarrer zu verabschieden.

WERDOHL - Die Menschenschlange war lang – hunderte Gläubige wollten sich am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Kreuzkirche persönlich von einem sichtlich gerührten Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg verabschieden, der 14 Jahre lang Seelsorger in Werdohl war.

Ab dem 1. November übernimmt der Geistliche eine Pfarrstelle in der Nachbarstadt Neuenrade.

Nach einem feierlichen Gottesdienst, durch den der scheidende Pfarrer gemeisam mit seinem Amtsbruder Dirk Grzegorek führte, nutzten viele Weggefährten Kuhlo-Schönebergs die Möglichkeit, die Gemeinde an gemeisamen Erinnerungen teil haben zu lassen. Seiner Liebe zu den Menschen habe er viel Zeit gewidmet, mit Herzblut habe er sich eingebracht, wo Not gewesen ist und die Gemeinde dadurch bereichert, blickte Pfarrer Dirk Grzegorek auf die elfjährige Zusammenarbeit zurück.

Gegenseitige Wertschätzung haben das Pastoren-Team ausgemacht, Kritik habe gemeisam ausgeleuchtet werden können, blickte der Amtsbruder auf die Berührungspunkte zurück. „Du wirst uns fehlen. Doch jetzt darfst du neue Wege gehen“, so Grzegoreks Fazit, der um die „Sehnsucht“ Kuhlo-Schönebergs weiß, einmal eine Pfarrstelle zu bekommen. „Ich freue mich, dass das gelungen ist.“

„Unsere Wege werden sich wieder kreuzen“, hofft Pater Irenäus auch künftig mit Blick auf den Parrverbund St. Michael Werdohl/Neuenrade auf Berührungspunkte in Neuenrade. Er habe in Dieter Kuhlo-Schöneberg stets einen „guten Ansprechpartner zum Thema Glauben“ gehabt, sagte Pater Irenäus. „Wir haben viele gemeisame Gottesdienste gefeiert. Sie waren immer eine Bereicherung.“

Für eine „außergewöhnliche Zeit“ bedankte sich Bodo Schmidt im Namen der Werdohler Stadtverwaltung und somit stellvertretend für die Bürgerschaft Werdohls für das Engagement des Geistlichen. Bis weit über die Stadtgrenzen hinaus habe Dieter Kuhlo-Schöneberg in seiner seelsorgerischen Tätigkeit Menschen besucht. „Vielen Dank für die viele Hilfeleistungen, die kaum jemand sieht.“

Viele schöne Erinnerungen lässt Dieter Kuhl-Schöneberg auch in den Pflegeeinrichtungen Märkisches Seniorenzentrum und Wichernhaus zurück. Seine Offenheit, Herzlichkeit und immer genügend Zeit zum Zuhören sind Aspekte, die die Wichernhaus-Leiterin in ihrem Grußwort hervorhob. „Wir haben einen Menschen getroffen, der von Grund auf lieb und ehrlich ist und unsere Bewohner bei Predigten in den Bann ziehen konnte“, richtete eine Vertreterin des Märkischen Seniorenzentrums Werdohl Dankesworte an den Geistlichen. „Vielen Dank, dass Sie auf unsere individuellen Wünsche eingegangen sind.“

„Wir lassen euch los –schweren Herzens aber dankbar“, verabschiedete Pfarrer im Ruhestand Martin Kämper Dieter und Monika Kuhlo-Schöneberg in die Nachbargemeinde, griff dabei das Predigt-Thema auf und appellierte an die Gemeinde. „Was hilft der Glaube, wenn er nur an eine Person gebunden ist? Der Zusammenhalt der Gemeinde ist entscheidend.“

Von Susanne Riedl

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