Lebendige Patenschaft

Pfarrer Dirk Grzegorek und Daniel Hüsmert berichten über ihre Reise nach Tansania.

WERDOHL ▪ Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen – so heißt es im Volksmund. Das gilt auch – oder besonders – für Pfarrer Dirk Grzegorek und Daniel Hüsmert, die im Sommer letzten Jahres gemeinsam mit Sarah Tripp aus Plettenberg und Jessica Kriegesmann aus Kirchhundem den Partnerkirchenkreis Missenye/Tansania besucht und im Laufe von dreieinhalb Wochen Gelegenheit hatten, Einblicke in das Leben dort zu nehmen.

Was sie gesehen und erlebt haben, war Inhalt eines Informations- und Diaabends, zu dem in das Gemeindehaus Stadtmitte eingeladen worden war. Die Resonanz war eher kläglich.

Seit 1984 gibt es diese Partnerschaft zwischen Missenye und dem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, und ebenso lange gibt es auch regelmäßige, gegenseitige Besuche – im Wechsel alle zwei Jahre.

Und wie immer, so waren die Tage an der afrikanischen Ostküste für das Besucherquartett auch diesmal mit einem umfangreichen Programm ausgestattet. Die Schwerpunkte lagen vor allem auf den verschiedenen Projekten in Missenye, die vom hiesigen Kirchenkreis finanziell unterstützt werden. So wird beispielsweise eine Patenschaft für die Schul- und Ausbildung junger Menschen mitfinanziert. Mehr als 80 Kinder werden unterstützt; pro Ausbildungsplatz mit monatlich 25 Euro. Ein für hiesige Verhältnisse geringer Betrag, aber das Geld reicht, um die Kosten für Lebensunterhalt, Schulgeld, Unterrichtsmaterial, Schulkleidung und medizinische Versorgung zu finanzieren. Unterstützt werden auch die beiden kirchlichen Krankenstationen. Behandlungskosten und Medikamente für mittellose Patienten werden übernommen. Seit neuestem gibt es auch Hilfen für ein Solar-Projekt, durch das öffentliche Gebäude (vor allem Krankenhäuser) verlässlich mit Strom versorgt werden. Abgesehen von den „offiziellen“ Programmpunkten bekamen die vier Besucher aus dem Sauerland auch intensive Einblicke in die Gastfreundschaft des Landes. Die nämlich, so betonte Pfarrer Grzegorek, sei in Tansania ein hohes Gut. - Rainer Kanbach

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