Muslimische Realschüler in der Christuskirche

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Zum Gruppenfoto stellten sich die Jungen und Mädchen der Realschule unter das große Jesus-Bild in der Christuskirche. Pfarrer Buschhaus (links) hatte ihnen die Kirche gezeigt.

Werdohl - Im Rahmen der Integrationsarbeit und unter dem Motto „Interreligiöser Dialog“ haben christliche und muslimische Schüler der Realschule in dieser Woche die Werdohler Christuskirche besucht.

Die 34-köpfige Gruppe der siebten Jahrgangsstufe setzt sich aus zwei schulischen Gruppen zusammen. Zum einen sind dies christliche Schüler, die den Religionsunterricht bei ihrem Lehrer Dietrich Klein besuchen. Zum anderen sind dies muslimische Jungen und Mädchen, die an der schulischen Gruppe Soziales Lernen teilnehmen.

Ende vergangenen Jahres hatten die christlichen Realschüler zusammen mit ihrem Religionslehrer die Ditib-Moschee an der Freiheitstraße besucht. „Da Integration keine Einbahnstraße ist, ging es selbstverständlich zum Gegenbesuch in die Christuskirche“, erklärte Gülcan Kiraz, die als Lehr- und Integrationskraft an der Realschule tätig ist. Während von den christlichen Schülern nur einer zuvor in einer Moschee war, kannten die muslimischen Kinder aus ihrer Grundschulzeit in den Konfessionsschulen die christlichen Kirchen Werdohls.

Die Jungen und Mädchen waren sehr interessiert an den Erklärungen von Pfarrer Buschhaus und stellten viele Fragen, die sie im Unterricht erarbeitet hatten. Kiraz: „Sie stellten fest, wie viele Gemeinsamkeiten Muslime und Christen doch haben.“ Der interreligiöse Ansatz sei ein wichtiger Bestandteil an der Realschule, da immer noch ein paralleles Leben in der Schule und nach der Schule unter den unterschiedlichen Religionen stattfinde, so Kiraz. Solche Integrationsprojekte wie der gegenseitige Besuch in Moscheen und Kirchen förderten das Miteinander und bauten durchaus vorhandene Vorurteile ab.

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