Pestalozzischule wird von Plettenberg geschluckt

Die Pestalozzischule an der Brüderstraße blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. Ziemlich sicher steht fest, dass sie ab Sommer ihre Eigenständigkeit verlieren wird.

WERDOHL ▪ Der Schulausschuss der Stadt Plettenberg hat der Vier-Täler-Schule den Auftrag gegeben, ein Konzept für eine Kooperation mit der Pestalozzischule in Werdohl zu erarbeiten. „Schon im Sommer dieses Jahres wird die Bezirksregierung die Schule auflösen“, prognostizierte der Plettenberger Schulleiter Peter-Paul Marienfeld.

Erschwerend hinzu komme für Werdohl, so Marienfeld, dass ohnehin schon zwei Lehrerstellen nicht besetzt seien und die kommissarische Schulleiterin die Schule im Sommer verlassen wird, was die dritte unbesetzte Stelle zur Folge hätte.

Tatsächlich wird Stephanie Finke, die erst vergangenen Sommer die Leitung kommissarisch vom in den Ruhestand gewechselten Cornelius Böttcher übernommen hatte, zum August Werdohl wieder verlassen. Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung, bleibt vage: „Dass Frau Finke die Schule verlässt ist ein weiterer Baustein in der Gesamtsituation.“ Vorgeschlagen ist auch, die Schüler der Unterrichtsstufe erste bis sechste Klasse (Sek I) nach Plettenberg zu holen.

Das Problem für die Plettenberger wird der sehr große Einzugsbereich sein, den die Vier-Täler-Schule mit ihrem Standort in Holthausen dann haben wird. Zurzeit versorgt die Förderschule Kinder und Jugendliche aus Plettenberg und Herscheid, ab Sommer kämen dann Schüler aus Werdohl und Neuenrade hinzu.

Marienfelds Plan: Die Vier-Täler-Schule wird zu einem Förderzentrum und bleibt als Stammschule bestehen. Den Standort Werdohl auf Dauer aufrechtzuerhalten, sieht Marienfeld als problematisch an. Also sollen die Schüler vorwiegend allgemeine Schulsysteme besuchen, in denen sie dann durch das Kollegium des Förderzentrums sonderpädagogisch betreut werden.

Volker Heyn

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