Wichernhaus: Anja Rittinghaus nach 26 Jahren Leitung verabschiedet

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Die langjährige Wichernhaus-Leiterin Anja Rittinghaus wurde Freitag vom Vorstandsvorsitzenden der Perthes-Stiftung, Rüdiger Schuch (links), seinem Stellvertreter Wilfried Koopmann (rechts) und von Perthes-Geschäftsbereichsleiter Ralf Lohscheller im Festgottesdienst verabschiedet.

Werdohl - In einem Festgottesdienst wurde Freitagnachmittag Anja Rittinghaus nach fast 30 Jahren im Dienst der Perthes-Stiftung in den Ruhestand verabschiedet. 26 Jahre davon hatte sie das Wichernhaus in Werdohl geleitet.

Der Wechsel an der Spitze der Einrichtung war schon zum 1. Januar vollzogen worden. Seitdem leitet Kerstin Medenbach das evangelische Altenhilfezentrum am Rader Weg. Medenbach und ihre Stellvertreterin Anna Miozga wurden im feierlichen Gottesdienst im Wichernhaus mit bestimmt 100 Gästen in ihre neuen Aufgaben eingesegnet.

Anja Rittinghaus hatte sich zu ihrer Verabschiedung eine Predigt zum Jesaja-Vers „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott!“ gewünscht. Rüdiger Schuch, Vorstandsvorsitzender der Perthes-Stiftung, kam dem im Gottesdienst nach. Natürlich sei das Wichernhaus kein Ort zum Fürchten, meinte er, aber der Verlust der eigenen Autonomie mache manchem Angst. Dem entgegnete er in Bezug auf das Bibelwort von Jesaja: „Fürchte Dich nicht hier im Wichernhaus, denn Du bist voll und ganz angenommen.“

Kerstin Medenbach (links) und ihre Stellvertreterin Anna Miozga führen seit Januar das Wichernhaus als Einrichtungs- und Pflegedienstleitung.

Rittinghaus hatte nach einer kurzen beruflichen Station zunächst im Kindergarten Dahle gearbeitet, dann war ihr 1989 die Leitung des damaligen Perthes-Hauses in Nachrodt an der Bachstraße angetragen worden. Nach drei Jahren traute man ihr größere Aufgaben zu: 1992 übernahm Rittinghaus das wesentlich größere Wichernhaus in Werdohl.

Rüdiger Schuch sprach in seiner Predigt die zunehmende Ökonomisierung der Altenpflege an, dennoch habe Rittinghaus den Bewohnern stets vorbildlich Teilhabe ermöglicht. Rittinghaus und ihre Nachfolgerinnen erfüllten einen sozialstaatlichen Auftrag in diakonischer Dimension.

Diakonie, nicht Sozialarbeit

In seiner Ansprache als Kuratoriumsvorsitzender brachte der Werdohler Pfarrer Martin Buschhaus diesen Gedanken auf einen Punkt: „Diakonie, nicht Sozialarbeit“ habe er in der Arbeit von Anja Rittinghaus erlebt.

Stellvertretend für alle Mitarbeiter wurden die beiden neuen Leitungen Kerstin Medenbach und Anna Miozga gesegnet. Sie antworteten auf die Frage „Bist Du bereit, den Dienst in Treue gegenüber Gott und den Dir anvertrauten Menschen auszuüben?“ mit „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Auch die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses wurden ähnlich gefragt und antworteten positiv. „Ein starkes Votum für Sie“, stellte Rüdiger Schuch fest.

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