Personalentwicklung: Griebsch legt Konzept vor

WERDOHL ▪ Bürgermeister Siegfried Griebsch und sein allgemeiner Vertreter, Fachbereichsleiter Michael Grabs, haben den Fraktionen ein ganz neues Konzept zur Personalentwicklung im Rathaus vorgelegt. „Unter Abkehr der bisherigen angestrebten Ziele“, so heißt es in dem mehrseitigen Entwurf, sei „eine konsequente und zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit Personalentwicklung notwendig und unausweichlich.“ Das neue Programm setzt auf die Zeit und den hohen Altersdurchschnitt im Rathaus. Von Volker Heyn

In den nächsten 15 Jahren werden 18 Beschäftigte des gehobenen, sechs des höheren und 27 des mittleren Dienstes in Ruhestand gehen. Beide Fachbereichsleiter (Grabs und Mitschke) und vier der acht Abteilungsleitungen scheiden innerhalb der nächsten elf Jahre aus. Unmissverständlich wird aber auch das Ziel dieser Entwicklung genannt: „Eine Reduzierung des Personals und die beabsichtigten Kosteneinsparungen sind somit durch Fluktuation sozialverträglich möglich.“

Der frühere Bürgermeister Bora hatte erst zum April vergangenen Jahres die Verwaltung komplett umgekrempelt und fast die Hälfte der Rathaus-Belegschaft umgesetzt. Dadurch waren jährlich höhere Personalkosten entstanden. Bora hatte Grabs damals zum allgemeinen Vertreter gemacht, Grabs war mitverantwortlich für das Personalkarussel. Bora und Grabs hatten diese Umsetzungen auf ein Beratungskonzept der Firma Federas gestützt, deren Mitarbeiter Bora mittlerweile ist.

Jetzt soll in Zukunft behutsamer mit der Personalentwicklung umgegangen werden, sagte Bürgermeister Griebsch auf Nachfrage unserer Redaktion. „Mit Sicherheit nicht ohne Beteiligung und Zustimmung aller Gremien“ würden zukünftige Personalentscheidungen getroffen. Nach der Umsetzungs-Welle im vergangenen Jahr war der Personalrat mit Rechtsbeistand und Klageversuch vor das Verwaltungsgericht gezogen, weil er sich nicht ausreichend beteiligt sah.

Griebsch hat mit Grabs jetzt ein Personalkonzept vorgelegt, das neben der Fluktuation auf Wegfall von Aufgaben aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung, Qualifizierung und Effizienzsteigerung der Mitarbeiter und teilweiser Privatisierung setzt. Seit Amtsantritt habe er mit Grabs am Konzept gearbeitet und es jetzt den Fraktionen vorgelegt: „Das kommt ja nicht aus dem geheimen Kämmerchen.“

Griebsch will seine Mitarbeiter fördern, motivieren und einbeziehen, so dass sie an den notwendigen Veränderungen aktiv mitwirken können.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare