Filialschließung

AOK zieht sich aus Werdohl zurück

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Die AOK am Friedrich-Keßler-Platz ist bald Geschichte.

Werdohl - Die Allgemeinde Ortskrankenkasse (AOK) schließt nach mehr als 60 Jahren ihre Niederlassung in Werdohl. Am 30. September wird in den Büroräumen am Friedrich-Keßler-Platz zum letzten Mal der Schlüssel herumgedreht.

„Die Inanspruchnahme der persönlichen Kundenberatung ist in den vergangenen Jahren immer stärker zurückgegangen, insbesondere auch am Standort Werdohl“, teilte AOK-Regionaldirektorin Heike Dahm gestern mit. Die Schließung der Geschäftsstelle sei die Konsequenz aus diesem Kundenverhalten. Die drei Werdohler Mitarbeiterinnen würden im AOK-Haupthaus in Lüdenscheid weiterbeschäftigt.

Die Zeichen stehen auf Neuorganisation bei der AOK Nordwest (Dortmund). „Immer mehr Versicherte erwarten, nicht nur persönlich, sondern vermehrt über verschiedenste digitale Wege Kontakt mit uns aufnehmen zu können. Diese Erwartungen wollen wir in bester Weise erfüllen“, sagt AOK-Regionaldirektorin Heike Dahm. Die AOK plane, ihre digitalen Kommunikationskanäle weiter auszubauen und modernde Lösungen für eine schnelle und mobile Kommunikation zu schaffen. Im Klartext bedeutet dies, dass die AOK von ihren Versicherten erwartet, dass sie von zu Hause aus zum Beispiel Formulare heruntergeladen, eine neue elektronische Gesundheitskarte anfordern, Versicherungszeiten und persönliche Daten abfragen und Unterlagen elektronisch anfordern.

Dennoch wolle die AOK weiterhin für ihre Werdohler Kunden da sein – auch wenn deren Wege zu ihrer Krankenkasse länger werden.

Die nächsten AOK-Kundencenter befinden sich in Lüdenscheid und Plettenberg. „Auch wenn wir uns aus Werdohl zurückziehen, werden wir in der Region auch zukünftig weiter präsent sein“, erklärte Dahm. Die Beratungsqualität in den AOK-Kundencentern werde sich künftig weiter verbessern, die Entscheidungskompetenzen der Mitarbeiter fallabschließend erhöht, versicherte die Regionaldirektorin. „Ob im persönlichen Gespräch, am Telefon, über E-Mail, Internet, Apps oder andere digitale Medien – wir werden unseren Versicherten eine Rund-um-die-Uhr-Beratung über alle Kommunikationskanäle hinweg anbieten“, verspricht Dahm.

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