Perfekte Show – unvergesslicher Abend

Fast wie das Orginal: Da mussten die Fans genauer hinschauen. „ABBA Review“ brachten Hit um Hit.

WERDOHL ▪ Schon beim ersten Stück von „ABBA Review“ war klar: Die Cover-Band des legendären Schweden-Vierers hatte das Publikum im Festsaal Riesei auf ihrer Seite. Die Fans drängten sich dicht vor der Bühne. 800 Menschen in der ausverkauften Halle sangen mit, schunkelten und schwenkten die bunten Leuchtstäbe. Von Michael Koll

Die Gruppe spielte zwei Stunden Hit um Hit von Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid. Kein Stück war den textsicheren Besuchern des FSV-Winterwahnsinns unbekannt. Die Musiker überzeugten mit einer kompakten Live-Darbietung der Klassiker von „Waterloo“ und „Knowing me, Knowing you“ über „Does Your Mother Know“ und „Dancing Queen“ bis hin zu „Gimme Gimme Gimme (A man After Midnight)“ und „Thank you for the Music“.

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ABBA-Hits und Riesenstimmung beim Winterwahnsinn

ABBA hatten von 1974 bis 1982 die Welt der Musik beherrscht. Und ihre Songs sind heute noch aktuell. Berühmt ist das Orginal auch für seine bunten Outfits. Die international besetzte Cover-Band bot im Festsaal Riesei jedoch nur einen Gaderobenwechsel. Die vom schwedischen Original bekannten Choreographien wurden dem sauerländischen Publikum jedoch geboten – perfekt bis ins kleinste Detail einstudiert. Dass das Ganze dann streckenweise steril wirkte, dass die Stimmen der Sängerinnen nicht an die Originale heran reichten, dass der Vortrag zum Teil etwas Dynamik vermissen ließ, dass die Schwedin Lidia Lyngstedt (als Agnetha Fältskog) recht lustlos wirkte – all das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Musik, die Songs und die Erinnerungen der Fans im Festsaal an die 70er-Jahre standen im Vordergrund.

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ABBA-Hits in Werdohl - Teil 2

Isabell Classen (als Anni-Frid Lyngstad) heizte die Stimmung gekonnt an, ließ das Werdohler Publikum mitsingen und nahm die 800 Musikfreunde mit auf eine atemlose Reise von einem Kult-Hit zum nächsten Golden Oldie.

Steve Stevens (als Björn Ulvaeus) sprintete mit seiner E-Gitarre über die Bühne, schmachtete „seine Agnetha“ an und animierte die ABBA-Fans vor der Bühne zum Klatschen und Tanzen.

Markus Wentz (als Benny Andersson) saß am Keyboard und übernahm – wie das Original – den ruhigeren Part. Dabei übernahm der studierte Musiker auch die Aufgabe, die scheinbar so einfachen, aber tatsächlich sehr anspruchsvollen, Kompositionen des schwedischen Quartetts originalgetreu auf die Bühne zu bringen.

Für viele wird dieser Abend wohl unvergesslich bleiben, schließlich weigert sich das Original – trotz exorbitanter Gagen-Angebote – noch einmal live aufzutreten. Gerne hätten sie „ABBA Review“ noch lange weiter zugehört. Doch nach mehr als zwei Stunden war endgültig Schluss mit dem Konzert. Und so feierten die Winterwahnsinn-Besucher ausgelassen noch bis in den Morgen. Für die Stimmung sorgte dabei FSV-DJ Martin Prüfer.

Bevor die Cover-Band als Höhepunkt des Abend die Bühne enterte, heizte Werdohler Zumba-Tanzformation den Zuschauern im Saal gehörig ein. Dabei nutzten sie die Gelegenheit ihren Trendsport, der unter dem Motto „Tanz dich fit“ steht, einmal einem größeren Publikum vorzustellen.

Noch in der Nacht werden die FSV-Verantwortlichen rund um Burkhard Bora sich wahrscheinlich den Kopf zermatert haben: Erst der Wendler, jetzt ABBA – was soll da bloß als Nächstes kommen?. Die Latte, die es zu überspringen gilt, liegt sehr hoch.

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