Zahl der auswärts arbeitenden Werdohler wächst

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Symbolfoto.

Werdohl - 17.544 Menschen haben im Jahr 2015 in Werdohl gelebt – jedenfalls nachts. Tagsüber ist die Bevölkerungszahl auf 17.706 Personen gestiegen. Das hängt damit zusammen, dass täglich mehr Menschen Werdohl verlassen haben, um zur Arbeit zu fahren, als andere nach Werdohl gekommen sind, um dort zu arbeiten.

8534 Erwerbstätige hätten im Jahr 2015 in Werdohler Unternehmen gearbeitet, teilte der Landesbetrieb IT.NRW als Statistisches Landesamt in dieser Woche mit. Für 3802 Werdohler (54,1 Prozent Männer, 45,9 Prozent Frauen) ist ihr Wohnort zugleich ihr Arbeitsort. Mehr als die Hälfte (4732) der in Werdohl Erwerbstätigen lebt jedoch nicht an Lenne und Verse, sondern pendelt zum Arbeiten täglich aus anderen Städten ein.

Mit dieser Einpendlerquote von 55,4 Prozent, die seit 2010 um 6,4 Prozent gestiegen ist, liegt Werdohl landesweit auf einem Platz im vorderen Mittelfeld (155). Von allen 396 Städten und Gemeinden des Landes hatte Holzwickede (84,5 Prozent) die höchste und Marsberg (27,4 Prozent) die niedrigste Einpendlerquote.

Die meisten Einpendler aus Neuenrade

Von den 15 Städten und Gemeinden im Märkischen Kreis haben nur Herscheid (58,8 Prozent) und Schalksmühle (65,3 Prozent) eine höhere Einpendlerquote als Werdohl, Hemer (55,2 Prozent) liegt fast gleichauf. Die meisten Einpendler kommen aus Neuenrade (943), Lüdenscheid (829), Plettenberg (506), Altena (467) und Iserlohn (213).

4894 Werdohler sind 2015 jeden Tag in eine andere Stadt gefahren, um zu arbeiten. Das waren 7,5 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Damit erreicht Werdohl eine Auspendlerquote von 56,3 Prozent. Etwas mehr als 100 NRW-Städte haben einen niedrigeren Wert. Im Märkischen Kreis liegt Werdohl auf dem siebten Platz. Von den Werdohlern die außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, fahren die meisten nach Lüdenscheid (1639), Plettenberg (953), Neuenrade (524), Altena (264) und Hagen (176).

In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass die Zahl Bevölkerungszahl Werdohls tagsüber gesunken sei. Das war falsch, wir haben es inzwischen korrigiert. Den Fehler bitten wir zu entschuldigen.

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